Bombe an der MSV-Arena in Duisburg ist seit 11.25 Uhr entschärft

Peter Giesecke vom Kampfmittelräumdienst hat auch Bombe Nummer 5 in 2011 entschärft. Foto: Stephan Eickershoff
Peter Giesecke vom Kampfmittelräumdienst hat auch Bombe Nummer 5 in 2011 entschärft. Foto: Stephan Eickershoff
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Duisburg.. Und (beinahe) monatlich grüßt in Duisburg der Kampfmittelräumdienst: Um 11.25 Uhr war der Blindgänger an der MSV-Arena entschärft. Die Sperrungen der Innenstadt-Straßen, der Autobahn 59 und des Schienenverkehr sind aufgehoben.

Die Bombenentschärfung im Live-Ticker:

12.10 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf bringt die Fliegerbombe und die beiden Zerscheller in ein Zwischenlager. Demontiert und entsorgt werden sie später im Zerlegebetrieb Ringelstein bei Detmold.

12.05 Uhr: Da hat Nico aber mindestens so viel wie zuvor in der Schule gelernt: Feuerwerker Peter Giesecke hält dem elfjährigen Schüler der GHS an der Gneisenaustraße ein Kurzreferat über seinen Job. Mit Medienvertretern spricht Giesecke weniger gern darüber: "Ich bin froh, dass ich meinen 2. Einsatz heute in Duisburg beendet habe." Er meint die Interviews, versteht sich.

12 Uhr: Die heute entschärfte Fliegerbombe haben wir in unsere Liste der in Duisburg seit 2007 entschärften Blindgänger aufgenommen. Als Nummer 53.

11.50 Uhr: Erst nach der Entschärfung hat der Kampfmittelräumdienst bekannt gegeben, dass bei der Auswertung der Luftbilder neben der amerikanischen Fliegerbombe auch noch zwei "Zerscheller" auf dem Parkplatz in Wedau gefunden wurden. "Zerscheller" sind Teilstücke von Blindgängern, die beim Aufschlag der Fliegerbombe abplatzen. Diese Teilstücke können auch noch Sprengstoff beinhalten. Auf P 4 lagen die beiden Zerscheller etwa 100 Meter entfernt von der Zehn-Zentner-Bombe. Beide waren zwar noch mit Zündmitteln für die Auslösung bestückt, "aber ungefährlich", sagt Stadtsprecher Peter Hilbrands. Peter Giesecke und seine Kollegen haben alle drei explosiven Funde geborgen.

11.45 Uhr: Peter Giesecke erklärt eine Besonderheit: Die entschärfte Zehn-Zentner-Bombe hat eine "sehr gut erhaltene" Farbschicht. Die Bombe ist grün. "Das ist der gute Duisburger Boden", scherzt an der Fundstelle einer der Anwesenden.

11.33 Uhr: Obwohl uns im Medienhaus Duisburg der Deckel des neuen Marcatortunnels am Hauptbahnhof vor Verkehrslärm schützt, hören wie es ganz deutlich: Der Verkehr nimmt auf der Autobahn 59 wieder Fahrt auf.

11.25 Uhr: Die Bombe ist entschärft. Sie lag anderthalb Meter tief in der Erde. Alle Straßensperrungen werden nun aufgehoben.

11.24 Uhr: Im vergangenen Jahr wurden in ganz NRW übrigens 695 Bomben gefunden und unschädlich gemacht.

11.18 Uhr: Um die Gefahr auch für die Fachleute des Kampfmittelräumdienstes zu minimieren, wird in der Regel ein Spezialwerkzeug am Zünder angebracht, eine Art Motor. Dieser wird über eine Fernbedienung gesteuert, um den Zünder von der Sprengladung zu trennen.

11.09 Uhr: Wie viele Blindgänger Peter Giesecke in seiner Laufbahn schon unschädlich gemacht, weiß der Oberhausener nicht genau. Insofern erinnert er sich nur an die richtig großen Funde: Etwa die 20-Zentner-Bombe, die er Mitte Februar in Oberhausen-Holten entschärfte: "Ich bin lächerliche 1,75 Meter groß", sagte er, während die unschädliche und weitaus größere Weltkriegsbombe am Haken eines Baggers aus der Grube schwebte.

11.04 Uhr: Peter Giesecke und seine beiden Kollegen beginnen mit der Entschärfung der Bombe. Aufgefallen war der Blindgänger bei Luftbildauswertungen: Auf dem Gelände an der MSV-Arena in Wedau soll die neue Jugendherberge gebaut werden.

10.58: Von den 750 Anwohnern in der Evakuierungszone sind nur 13 im Evakuierungsraum in der Kranichschule in Wanheimerort. Das Deutsche Rote Kreuz hat die meisten der Senioren mit Krankentransporten dorthin gebracht.

10.55 Uhr: Peter Hilbrands, Sprecher der Stadt Duisburg, hat von seinen Kollegen in der Stadt eine deutliche Zunahme des Verkehrs auf den innerstädtischen Umgehungsstraßen gemeldet bekommen. Rund um den Hauptbahnhof fließt der Verkehr ruhig.

10.50 Uhr: An der Fundstelle ist heute ein echter Routinier im Einsatz: Feuerwerker Peter Giesecke aus Oberhausen-Alstaden entschärft die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Für seine zahlreichen gefährlichen Einsätze hat Giesecke sogar das Bundesverdienstkreuz bekommen.

10.42 Uhr: Die "Hummel" kreist über Duisburg-City: Mit Hilfe des Hubschraubers kontrolliert die Polizei auch, ob sich alle Autofahrer an die Sperrungen und die betroffenen Anwohner an die Evakuierungspläne halten. Der Krisenstab der Duisburger Stadtverwaltung hat festgelegt, dass der Bereich im 500-Meter-Umkreis seit 10 Uhr geräumt sein muss. In dem Bereich 500 Meter bis 1000 Meter (Sicherheitszone) um den Fundort sind die Menschen aufgefordert, sich in Räumen aufzuhalten, die der Fundstelle abgewandt sind. Die Fenster der Wohnung sollten in jedem Fall geschlossen sein. Ein Aufenthalt im Freien ist nicht gestattet.

In der Evakuierungszone sind 750 Bewohner, der Betriebshof der DVG, der Alte Friedhof, verschiedene Anlagen des Sportparks Duisburg (Eisstadion, Schwimmhalle, MSV-Arena) sowie einige Gewerbebetriebe betroffen. In der Sicherheitszone leben etwa 5650 Menschen. Hier liegen mehrere Schulen und Kindergärten, Firmen sowie Landessportbund, Leichtathletikstadion, Kanu-Leistungszentrum und die Wasserskianlage.

10.40 Uhr: Der Linienplan der DVG ist bereits seit 9.45 Uhr betroffen. So weichen die Busse der Linien 934, 937, 944 und SB 40 wegen der Straßensperrungen von ihren normalen Linienwegen ab. Die Linie 923 endet an der Haltestelle „Sportpark“. Auf der Stadtbahnlinie U79 setzt die DVG zwischen den Haltepunkten „Platanenhof“ und „Waldfriedhof (Neuer Friedhof)“ Busse ein. Über den Linienweg der Linie 903 halten diese die Verbindung zwischen Duisburg und Düsseldorf aufrecht.

Diese Haltestellen werden wegen der Sperrung nicht angefahren: Musfeldstraße (U79), Kremerstraße (U79), Karl-Jarres-Straße (U79, 944), Grunewald (U79, 944, 937), Grunewald Betriebshof (U79, 944), Kulturstraße (U79, 944), Im Schlenk (U79, 944), Alter Friedhof (937, 944), Kalkweg (934), Heerstraße (944), Bethesda Krankenhaus (937, 944), Johanniter Straße (937, 944), Zum Lith (944), Schlenk Bahnhof (944), Regattabahn (923), Bertaallee (923), MSV Arena (923, 934), Sportschule (923, 934, 944), Lintorfer Straße (923, 934, 944), Klinikum (923, 934, 944), Jugendherberge (934, 944), Kiesendahl (934, 944).

Aktuelle Infos zum Bus- und Bahnangebot unter www.dvg-duisburg.de und unter der DVG-Telefonhotline 0203/60 44 555.

10.35 Uhr: Seit 10 Uhr ist auch die Bahnstrecke ab Duisburg-Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf gesperrt. Heißt für den Regionalverkehr: Die S 1 fährt von Düsseldorf aus nur bis zur Haltestelle Duisburg-Großenbaum und ab Duisburg-Hauptbahnhof in Richtung Dortmund.

10.17 Uhr: Für Freunde der Statistik: Nach der Zählung der Bezirksregierung Düsseldorf ist die Bombe in Wedau heute der 53. Blindgänger, den die Feuerwerker seit 2007 in Duisburg entschärfen. Zum Vergleich: In Essen wurden seither 34 Bomben unschädlich gemacht. Hier finden Sie eine Übersicht aller Entschärfungen in Duisburg mit Fotos und Videos.

10.07 Uhr: Hier nochmal die Karte mit der Evakuierungs- und Sicherheitszone während der Bombenentschärfung an der Kruppstraße in Duisburg-Wedau:

10.02 Uhr: Autofahrer können nun in Duisburg nicht mehr auf die Autobahn 59. Die Polizei hat die Auffahrten auf die A 59 in Fahrtrichtung Düsseldorf ab dem Autobahnkreuz Duisburg gesperrt, in Fahrtrichtung Dinslaken ab dem gerade entstehenden Autobahnkreuz Duisburg-Süd. Weitere wichtige Zu- und Abfahrtsstraßen wie die Düsseldorfer Straße und der Sternbuschweg in Neudorf sind ebenfalls bis zum Ende der Entschärfung nicht mehr befahrbar.

Autofahrer und Nutzer der Bahn in Duisburg müssen sich am Donnerstagvormittag auf einige Einschränkungen gefasst machen. Um 11 Uhr wird eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entschärft, die auf einem Parkplatz an der MSV-Arena gefunden worden war. Aufgefallen war der Blindgänger bei Luftbildauswertungen, da auf diesem Gelände die neue Jugendherberge gebaut werden soll. Wegen der Größe der Bombe ist eine Evakuierungszone von 500 Metern um die Fundstelle erforderlich.

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