Wassersäcke und Kuttenverbot: So machen die Ruhrgebietsstädte ihre Weihnachtsmärkte sicher

Das Thema Sicherheit wird bei den Weihnachtsmärkten groß geschrieben.
Das Thema Sicherheit wird bei den Weihnachtsmärkten groß geschrieben.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServices

Duisburg/Bochum. Im Ruhrgebiet sind vielerorts am Wochenende die Weihnachtsmärkte gestartet. Die Weihnachtsmarktsaison bringt neue Sicherheitskonzepte in die NRW-Städte.

Bochum zum Beispiel versperrt die Zufahrten zur Innenstadt mit 86 Wassersäcken, die sogar Lkw aufhalten können sollen.

Ruhrpott-Städte rüsten sich für Weihnachtsmarkt-Saison

Das zertifizierte System ersetze die bisherigen Sandsäcke, sagte ein Sprecher von Bochum Marketing. Die waren im vergangenen Jahr berühmt geworden, weil sie wie in Geschenkpapier verpackt an den Eingängen der Märkte platziert worden waren.

Bochum setzt zudem an drei Punkten Sperren ein, die sich von Fahrzeugen nicht durchbrechen lassen. Die Barrieren stammten aus Israel und ähnelten Gattern, die sich beim Aufprall verformen und einen Angriff aufhalten, berichtete der Sprecher.

Bochum: Busfahrer werden überprüft

Die Gatter können auch geöffnet werden – etwa für Linienbusse.

Wenn diese auf die Weihnachtsmeile gelassen werden, dann werden die Fahrer nach Angaben der Verkehrsbetriebe Bogestra überprüft. Das mindere die Gefahr vor Terroranschlägen wie den auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor rund zwei Jahren.

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Duisburg setzt auf feste Poller

Auch Duisburg, dort ist der Weihnachtsmarkt am Wochenende gestartet, hat alte Systeme durch neue ersetzt: An den wichtigen Eingängen zur Innenstadt versperren 25 rot-weiß gestreifte Betonstelen die Straßen. Zudem sind an mehreren Standorten auch feste Poller im Aufbau.

Der Comedian Johann König hatte in Duisburg allerdings eine Schwachstelle an den Pollern ausgemacht. (>>> Die ganze Geschichte liest du hier)

In Hagen gibt es erstmals ein Kuttenverbot auf dem Weihnachtmarkt. „Damit wollen wir Provokationen von Mitgliedern bekannter Rockergruppen vorbeugen“, sagte eine Sprecherin.

Bielefeld macht alles wie immer

Ohne Barrieren kommt Bielefeld aus. Eine sinnvolle Installation von Sperren sei aus Sicht der Sicherheitsorgane nicht möglich, ohne den Weihnachtsbetrieb lahm zu legen, sagte ein Sprecher des Stadtmarketings.

Der Innenstadtbereich sei für die Marktbesucher trotzdem sicher. Veranstalter, Standbetreiber und Schausteller hätten die Aufmerksamkeit geschärft. Auffälligkeiten würden sofort an das Ordnungspersonal gemeldet. Vereinzelt gebe es zusätzliche Wachleute.

Generell wird die Anschlagsgefahr laut Düsseldorfer Polizei nicht höher eingestuft als in den Vorjahren. Demnach sehen die Sicherheitskonzepte der Weihnachtsmärkte in der Altstadt und der Innenstadt verstärkt zivile und uniformierte Einsatzkräfte vor und auch eine Gefahrenabwehr durch Betonklötze. (ms/dpa)

 
 

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