Bezirkstheater in Duisburg konnte in letzter Minute gerettet werden

Die 20-jährige Zusammenarbeit zwischen der Konzertdirektion Landgraf und dem Bezirkstheater Duisburg konnte in letzter Minute gerettet werden.
Die 20-jährige Zusammenarbeit zwischen der Konzertdirektion Landgraf und dem Bezirkstheater Duisburg konnte in letzter Minute gerettet werden.
Foto: imago stock&people
Seit Monaten stand der Vertrag zwischen der Konzertdirektion Landgraf und dem Bezirkstheater Duisburg auf der Kippe. Die Zusammenarbeit wurde in letzter Minute gerettet. Im Sommer nächsten Jahres wird die gleiche Frage erneut im Raum stehen.

Duisburg. Happy End im Possenspiel um den Fortbestand des Theaterprogramms in den drei Stadtteilen Walsum, Homberg und Rheinhausen: Das Kulturangebot für die im Herbst startende Spielzeit konnte gerettet werden, allerdings in letzter Minute.

Wie berichtet stand der Vertrag mit der Konzertdirektion Landgraf seit Monaten auf der Kippe. Die seit 20 Jahren bestehende Kooperation lief bereits zum Ende des Jahres 2010 aus, die Agentur Landgraf verlängerte die Kündigungsfrist zunächst bis Ende März und dann erneut bis zum 30. April, weil die Stadtspitze bis dahin immer noch nicht mit der Bezirksregierung Klarheit geschaffen hatte. So musste Freitag endgültig die Entscheidung fallen, ob der Vertrag den nun verlängert oder gekündigt wird.

Bis Freitagmittag immer noch völlig offen, ob der Vorhang nicht endgültig fällt. „Wir müssen noch ein Gespräch mit der Stadt führen. Bisher gibt es keinen neuen Stand. Mehr können wir zu dem Thema nicht sagen“, sagte Jennifer Spitzner, Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf, der NRZ am Donnerstag. Einen Tag später einigte man sich dann auf den letzten Drücker, dass die Spielzeit 2011/2012 zunächst in unveränderter Form weitergeführt werden kann. Im kommenden Sommer stellt sich allerdings die gleiche Frage.

Kürzung von Zuschüssen

Denn die Bezirksregierung erwartet in jedem Fall eine Kürzung der städtischen Zuschussleistungen. Deshalb ist fraglich, ob die Theaterreihen in den Bezirken ab 2012 noch bezuschusst werden können oder nicht. Wie die Stadt gestern mitteilte, erarbeitet die Verwaltung derzeit ein von der Kommunalaufsicht gefordertes Gesamtkonzept zur Darstellung der freiwilligen Leistungen, unter anderem im Kulturbereich. Die Entscheidung liegt dann bei der Politik: Der Rat habe eine Prioritätensetzung zu beschließen, heißt es.

Bei den Theaterreihen geht es um 16.600 Euro für ein Programm in drei Stadtteil-Hallen, das pro Saison immerhin mehr als 9000 Besucher zählt. Die Kosten sieht die Bezirksregierung als „freiwillige Ausgabe“ an, die sich Duisburg mit seinem Nothaushalt nicht leisten darf.