„Beweisaufnahme“ im Landesarchiv am Duisburger Innenhafen

Oliver Schmeer
Das Landesarchiv in Duisburg steht unter strenger Beobachtung.
Das Landesarchiv in Duisburg steht unter strenger Beobachtung.
Foto: WAZ FotoPool
Der Untersuchungsausschuss des Landtages kam zur erneuten „Beweisaufnahme und Inaugenscheinnahme“ ins Landesarchiv. Er untersucht bekanntlich die Hintergründe für die Kostenexplosion von zunächst 30 auf nun fast 200 Millionen Euro und fahndet nach den Verantwortlichen dafür.

Duisburg. Das neue Landesarchiv am Innenhafen ist praktisch fertig: Ende Juni hat die Baufirma Hochtief Duisburgs spektakulärsten Neubau an das Land und seinen Baubetrieb BLB übergeben. Ende Oktober werden die ersten Mitarbeiter des Landesarchivs aus Düsseldorf in die Büros des Anbaus einziehen.

Gestern hatte sich ganz anderer Besuch angesagt: Der Untersuchungsausschuss des Landtages kam zur erneuten „Beweisaufnahme und Inaugenscheinnahme“ ins Landesarchiv. Er untersucht bekanntlich die Hintergründe für die Kostenexplosion von zunächst 30 auf nun fast 200 Millionen Euro und fahndet nach den Verantwortlichen dafür. Anfang Mai gab es den ersten Ortstermin. Dabei blieb dem Ausschuss und der eingeladenen Presse aber das Turmgebäude verwehrt. Das ließ der U-Ausschuss nicht auf sich sitzen und verlangte diesen zweiten Termin.

Der Ausschuss muss sich durch 1100 Akten kämpfen

Allein, der Erkenntnisgewinn hielt sich in Grenzen. Der Ausschuss, dem auch die beiden Duisburger SPD-Landtagsabgeordneten Frank Börner und Sarah Philipp angehören, wird sich nun durch 1100 Akten durchkämpfen. Im September wird der Ausschuss auch beschließen, welche Zeugen geladen werden. Dies kann auch Ex-OB Adolf Sauerland treffen.