Duisburg

Betrug mit gefälschten Tickets: Staatsanwaltschaft nimmt Reiseunternehmer hoch - das war die Masche

Wegen Betrugverdachts durchsuchte die Polizei am Mittwoch Geschäftsräume eines Reiseveranstalters.
Wegen Betrugverdachts durchsuchte die Polizei am Mittwoch Geschäftsräume eines Reiseveranstalters.
Foto: dpa & Socrates Tassos / FUNKE Fotoservices
  • Ein Reiseveranstalter steht im Verdacht, systematisch betrogen zu haben
  • Kunden sollen Flüge verkauft worden sein, die es nicht gab
  • Bei einer Razzia nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest

Duisburg. Stell dir vor, du stehst am Flughafen und musst feststellen: Dein Flugticket ist ungültig. Dann sagt man dir am Terminal, dass es deinen Flieger nie gegeben hat.

In diese Situation soll ein Reiseveranstalter zahlreiche Kunden gebracht haben. Nach Ermittlungen der Duisburger Staatsanwaltschaft soll das betrügerische Unternehmen Kunden systematisch Flüge verkauft, die es gar nicht gab.

Drei Festnahmen bei Razzia in zwei Bundesländern

Nachdem die Ermittler dem Reiseveranstalter auf die Spur gekommen sind, schlug die Polizei am Mittwochmorgen zu. Bei einer groß angelegten Razzia durchsuchten die Beamten insgesamt 13 Wohn- und Geschäftsräume in Duisburg, Mülheim, Düsseldorf, Leverkusen, Hilden und Sindelfingen in Baden-Württemberg.

Dabei konnten drei Tatverdächtige (34, 44 und 49) festgenommen werden.

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Hälfte der Tatverdächtigen noch auf freiem Fuß

Damit konnte die Polizei die Hälfte der gesuchten Personen dingfest machen. Die anderen drei Tatverdächtigen hielten sich zum Zeitpunkt der Razzia um 6:30 Uhr nicht in ihren Wohnungen auf.

Neben den Festnahmen konnten die Polizisten zahlreiche Computer, Aktenordner, Bargeld, Konten und ein Luxus-Auto sicherstellen. Wie viele falsche Flüge der Reiseveranstalter verkauft hat und wie viele Kunden auf die miesen Machenschaften hereingefallen sind, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Jetzt liegt es an der Ermittlungskommission, die beschlagnahmten Daten auszuwerten.

 
 

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