Loveparade-Prozess wird wohl eingestellt – Staatsanwaltschaft stimmt zu

Der Loveparade-Prozess soll eingestellt werden. (Archivbild)
Der Loveparade-Prozess soll eingestellt werden. (Archivbild)
Foto: dpa

Der Loveparade-Prozess wird sehr wahrscheinlich eingestellt. Die Staatsanwälte stimmten am heutigen Dienstag einer Einstellung zu.

Bei sieben der Angeklagten soll das Verfahren dabei komplett ohne Auflagen eingestellt werden. Dabei handelt es sich um sechs Mitarbeiter der Stadt und einem Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent.

Drei weitere Angeklagte, alle Lopavent-Mitarbeiter, sollen 10.000 Euro zahlen. Einer von ihnen hatte vergangene Woche erklärt, dass er einer Einstellung in keinem Fall zustimmen wolle und eine Fortsetzung des Prozesses wünsche.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden.

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Loveparade-Prozess begann vor 100 Tagen – jetzt wird er wohl eingestellt

Vor genau 100 Tagen begann der Prozess gegen zehn Angeklagte, deren Versagen zu der Katastrophe geführt haben soll.

Das Gericht hatte aber Mitte Januar vorgeschlagen, den Loveparade-Prozess einzustellen. Nach dem bisherigen Verlauf sei die individuelle Schuld der Angeklagten als gering oder allenfalls mittelschwer anzusehen, hatte das Gericht seinen Vorstoß begründet. (lin/dpa)