Bei Schiffsbergung im Duisburger Hafen treten 3000 Liter Diesel aus

Bevor es am Sonntagabend erneut zum Feuerwehreinsatz kam, war das Schubschiff „Veerhaven II“ auf dem Rhein leck geschlagen. Löschboote verhinderten das Sinken des Schiffes und schleppten es nach Ruhrort.
Bevor es am Sonntagabend erneut zum Feuerwehreinsatz kam, war das Schubschiff „Veerhaven II“ auf dem Rhein leck geschlagen. Löschboote verhinderten das Sinken des Schiffes und schleppten es nach Ruhrort.
Foto: WAZ FotoPool
Bei der Bergung eines havarierten Schubbootes sind in Duisburg-Ruhrort 3000 Liter Dieselöl ins Hafenbecken gelaufen. Beim Aufziehen in ein Trockendock der neuen Ruhrorter Werft trat der Kraftstoff aus. Die Feuerwehr konnte Umweltschäden verhindern.

Duisburg. Nach der Havarie des Schubbootes „Veerhaven II“ auf dem Rhein zwischen Walsum und Binsheim sind bei der Bergung des Schiffes auf der neuen Ruhrorter Werft rund 3000 Liter Dieselkraftstoff ausgetreten. Um viertel vor neun am Sonntagabend rückte die Feuerwehr erneut mit etwa 30 Einsatzkräften aus, um das auslaufende Öl einzudämmen und abzupumpen.

Das Schubschiff war am Sonntagmorgen bei Rheinkilometer 791 zwischen Walsum und Binsheim leck geschlagen. Offenbar hatte es sich mit dem eigenen Anker ein Leck in den Bug geschlagen und drohte zu sinken. In einem aufwändigen Einsatz mit drei Löschbooten der Feuerwehren Duisburg, Düsseldorf und Wesel wurde das einlaufende Wasser abgepumpt.

Öl lief aus zweitem Leck aus

Der Havariekommissar, der bei Schiffsunglücken den Schaden begutachtet, entschied, das Schiff in den Ruhrorter Hafen schleppen zu lassen, um es dort auf der neuen Ruhrorter Werft reparieren zu können. Als es auf das Trockendock gezogen werden sollte, sei es zu einem weiteren Leck gekommen, aus dem Öl in das Hafenwasser lief, so die Feuerwehr Duisburg.

Bis tief in die Nacht dauerte der aufwändige Einsatz, bei dem es den Mitarbeitern der Feuerwehr schließlich gelang, mit Hilfe einer Ölschlängel-Anlage die Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern. Mit einem Kran brachten die Einsatzkräfte die enormen Schlingen im Hafenbecken aus. Taucher sicherten den Einsatz vom Wasser aus.

Gleichzeitig verhinderte die Feuerwehr, dass kein weiterer Kraftstoff aus dem Boot ins Wasser treten konnte. Ein sogenannter Bilgenentöler, ein Spezialschiff, das viel Wasser aufnehmen kann, pumpte das verunreinigte Wasser ab. Eine Spezialfirma pumpte weiterhin das sich noch Bord befindliche Öl ab, so dass im Ergebnis „eine Umweltbeeinträchtigung verhindert werden konnte“, wie die Feuerwehr mitteilte.