Beach Party in Duisburg-Wedau soll aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden

Friedhelm Thelen
Die Veranstalter der Beach Party im Strandbad Wedau sollen den See des Strandbads aus Sicherheitsgründen abschotten. So fordert es die Stadt Duisburg. Foto: Paul Schulte
Die Veranstalter der Beach Party im Strandbad Wedau sollen den See des Strandbads aus Sicherheitsgründen abschotten. So fordert es die Stadt Duisburg. Foto: Paul Schulte
Foto: NRZ
Musik, gute Stimmung und dabei die Füße im Wasser baumeln lassen: So war es bei den bisherigen Beach Partys im Strandbad Wedau. Damit könnte es vorbei sein, wenn es bei der Forderung der Stadt Duisburg bleibt, den See des Strandbads einzuzäunen.

Duisburg. Konrad Sühs und Klaus Siepmann dürften einigermaßen verblüfft gewesen sein, als sie das zum ersten Mal gehört haben. Schon zum 40. Mal veranstalten Sühs als Besitzer des Strandbads Wedau und Siepmann als musikalischer Chef in diesem Jahr die Beach Party, zum ersten Mal jedoch müssen sie – trotz aller Erfahrung – zum Teil, sagen wir einmal, erstaunliche Vorgaben erfüllen. Eine davon lautet: Zur Beach Party muss der See des Strandbads eingezäunt (!) werden.

Neue Sicherheitsrichtlinien für Beach Party

„Wir hoffen noch, dass wir drum herum kommen“, sagt Sühs, der betont, dass er niemandem auf die Füße treten will. Dennoch hat sich längst herumgesprochen, dass auch für die Beach Party mittlerweile ungeheuer große Sicherheitsrichtlinien gelten. Eine Folge davon: „Wir mussten die Preise um zwei Euro erhöhen, weil wir davon ausgehen müssen, dass die zu erstellenden Sicherheitskonzepte viel Geld kosten“, berichtet Klaus Siepmann. Alleine beim Brandschutzkonzept rechnet er mit Kosten zwischen 5000 und 6000 Euro. „Wir haben aber versucht, einen Ausgleich für unsere Gäste zu schaffen. In diesem Jahr ist die Eintrittskarte für die Beach Party aufgrund einer Kooperation mit der DVG erstmals auch eine Hin- und Rückfahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel“, so Sühs.

Siepmann hofft auf andere Lösung

Derzeit verhandelt vor allem Siepmann mit den Behörden, um der einigermaßen erstaunlichen Forderung, den See einzuzäunen – was logistisch wie finanziell die Macher einer der traditionsreichsten Musik- und Unterhaltungsveranstaltungen der Stadt für einige Probleme stellt.

„Wir haben bereits Gegenvorschläge gemacht“, erklären die beiden Macher. So soll ein zweites Boot der DLRG auf dem kleinen See patrouillieren und das Sicherheitspersonal technisch noch besser ausgestattet werden, um noch größere Sicherheit im Zuge der Party zu gewährleisten. „Wir hoffen sehr darauf, dass wir das auch aufgrund unserer 40-jährigen Erfahrung noch anders regeln können“, sagt Siepmann. Immerhin: Bei „Soul am See“ – ebenfalls im Strandbad Wedau – am 13. August, wobei unter anderem Joy Denalane auftreten wird, werden nicht ganz so scharfe Forderungen erwartet, da bei diesem Event weniger Besucher erwaretet werden als bei der Beach Party.

Das sieht bei Veranstaltungen, die deutliche mehr als 5000 Besucher anlocken nun aber anders aus. Da Siepmann und Co. mit unter anderem Marquess, Olaf Hennig oder dem „Checker“ erneut für die beliebte Unterhaltung à la Beach Party sorgen, dürfte der Andrang erneut groß sein. Am Mittwoch, 8. Juni, beginnt der Vorverkauf an den üblichen Stellen.Related content