Duisburg

Ausgerissene Haare, Schläge und eine heruntergelassene Hose: Wochenende der Gewalt gegen Polizisten in Duisburg

In Duisburg leisteten am Wochenende mehrere Menschen Widerstand gegen die Polizei. (Symbolfoto)
In Duisburg leisteten am Wochenende mehrere Menschen Widerstand gegen die Polizei. (Symbolfoto)
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Fotoservices
  • Am Wochenende musste die Duisburger Polizei viel Gewalt ertragen
  • Vier Duisburger schlugen unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf Beamte ein
  • Dabei wurden zwei Einsatzkräfte verletzt

Duisburg. Kein entspanntes Wochenende für Polizeibeamte in Duisburg: Bei insgesamt vier Einsätzen wehrten sich Duisburger teilweise massiv gegen die Maßnahmen der Polizisten.

Alkohol und Drogen spielten in allen Fällen eine entscheidende Rolle.

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Duisburgerin reißt Polizistin die Haare aus

Freitagnachmittag gegen 15:35 Uhr ging es los. Zwei Brüder riefen die Polizei in die Oswaldstraße, weil sie ihre Schwester (34) nicht mehr unter Kontrolle bekamen. Angeblich soll sie Drogen konsumiert haben.

Von der Polizei wollte sich die Duisburgerin nicht kontrollieren lassen und schlug in Richtung der Streife. Einer Beamtin riss sie ein Büschel Haare aus. Daraufhin legten die Polizisten der 34-Jährigen Handschellen an und brachten sie in die geschlossene Psychiatrie.

Randalierer auf Hausdach in Neudorf verletzt Beamten

Sonntagabend um 22:30 Uhr randalierte auf dem Dach eines Hauses auf der Wildstraße in Duisburg-Neudorf. Polizei-Beamte kletterten zu dem betrunkenen Mann, der sich ihnen aufgebracht näherte.

Die Polizisten rangen den Mann nieder und fesselten ihn. Auf dem Weg zum Streifenwagen ließ er sich so hängen, dass die Beamten ihn die Treppe herunter ziehen mussten. Bei dem Gerangel kam ein Polizist (48) zu Fall und verletzte sich leicht, konnte den Dienst jedoch weiterführen.

Der Randalierer konnte seinen Rausch nach einer Blutprobe in der Ausnüchterungszelle ausschlafen.

Alkoholisierte Autofahrerin rastet nach Unfall aus

Wieder am Sonntag gegen 23:10 Uhr musste die Polizei ein Unfallgeschehen in Duisburg-Homberg aufnehmen, das bald zur Nebensache wurde. Die Unfallverursacherin (44) hatte mit ihrem Auto ein parkendes Auto gestriffen.

Vor Ort bemerkten die Beamten, dass die Duisburgerin schwankte und nach Alkohol roch. Als die Polizisten sie zur Blutentnahme mit auf die Wache nehmen wollten, rastete die 44-Jährige aus, beschimpfte und rempelte die Beamten.

Noch in der Wache hatte sich die Unfallverursacherin nicht beruhigt. Zur Blutentnahme mussten ihre Arme fixiert werden. Anschließend warf sie einen blutbehafteten Wattebausch nach dem Arzt und ließ ihre Hose vor den Einsatzkräften herunter.

Bis sie sich beruhigt hatte, musste die Duisburgerin in die Ausnüchterungszelle. Gegen sie wird nun wegen Widerstands gegen die Polizeigewalt ermittelt.

Aggressiver Mann schlägt bei Festnahme um sich

In der Nacht auf Montag rückte die Polizei in den Philosophenweg in der Altstadt aus. Nach einer Schlägerei gegen 0:10 Uhr kam ein schimpfender Mann in aggressiver Manier (32) auf die Beamten zu.

Die Einsatzkräfte versuchten den Betrunkenen auf der Motorhaube des Streifenwagens zu fixieren. Dabei schlug der Mann um sich und beleidigte die Beamten noch bis zur Wache durch. Auch für ihn ging es in die Ausnüchterungszelle.

Die Polizei hat zwei Ermittlungsverfahren eingeleitet: Zum einen gegen den Mann wegen des Widerstands gegen die Staatsgewalt. Zum anderen werden die Hintergründe der Schlägerei untersucht.

(ak)

 
 

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