Auf der A59 in Duisburg ist weiter Schritttempo angesagt

Ingo Blazejewski
Nachdem die neuen Leitplanken installiert sind, müssen noch die Aushilfs-Betonklötze weggeräumt werden.
Nachdem die neuen Leitplanken installiert sind, müssen noch die Aushilfs-Betonklötze weggeräumt werden.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Auf der A 59 in Richtung Norden ist die Freude über das Ende der Großbaustelle groß. Auf der Gegenspur ist im Berufsverkehr hingegen Schritttempo angesagt. Die A 59 nach Düsseldorf ist auf der Berliner Brücke momentan nur einspurig befahrbar. Die Aufräumarbeiten ziehen sich noch die ganze Woche hin.

Duisburg. So „tiefenentspannt“ wie Projektleiterin Annegret Schaber auf das Ende der Baustelle blickte, dürften Autofahrer nach dem halben Jahr Bauzeit an der A 59 nicht sein: Denn die Pendler, die im morgendlichen Berufsverkehr Richtung Düsseldorf unterwegs sind, müssen weiterhin jede Menge Geduld aufbringen, die Freude über das Ende der Sperrung hat sich schnell getrübt. Der Grund: Die Bahn ist in Richtung Süden in weiten Teilen nur einspurig befahrbar, jeden Morgen staut sich der Verkehr, es geht allenfalls im Schritttempo vorwärts, der Zeitverlust beträgt rund eine Dreiviertelstunde.

Kein Wunder: Zu dieser Zeit gibt es den meisten Verkehr, weil Berufstätige aus den Niederrhein-Städten zu ihren Arbeitsplätzen in Duisburg oder Düsseldorf unterwegs sind. Der Feierabend-Verkehr in die andere Richtungen läuft flüssiger, weil Richtung Norden beide Spuren frei sind.

Ersatz-Leitplanken müssen noch abgeabut werden - das dauert

Weitere schlechte Nachricht: Mindestens noch die ganze Woche wird die Strecke Richtung Düsseldorf einspurig bleiben, wie Bernd Löchter, Sprecher von Straßen.NRW, auf Nachfrage mitteilte. Nötig sei das, weil die schweren Ersatz-Leitplanken aus Beton noch weggeräumt werden müssen. Bei der Aufhebung der Sperrung am Sonntagnachmittag hatte der Landesbetrieb noch verkündet, dass Restarbeiten in den nächsten Monaten „höchstens an einzelnen Wochenenden zu kurzen Verkehrseinschränkungen führen“ würden.

Auch im Norden gehen die Arbeiten indes weiter: Die A-59-Anschlussstelle Alt-Hamborn wird saniert und ist bis zum 22. November gesperrt. Und: Zwischen Walsum und Dinslaken-Hiesfeld wird der Verkehr bis zum 12. November nur einspurig fließen können, da bis dahin die Erneuerung der Asphaltdecke andauert.

Die beiden A59-Auffahrten in Hiesfeld und Walsum in Richtung Düsseldorf sind inzwischen aber wieder freigegeben. Die Verkehrsbehinderungen auf diesem Abschnitt schätzt Straßen.NRW als „gering“ ein, da dort „nur“ 30.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs seien. Südlich der A 42 sind es 80.000. Und viele von ihnen werden eben auch nach sechsmonatiger Sperrung noch Geduld aufbringen müssen.