Auf dem Waldfriedhof liegt das zweitgrößte Feld Deutschlands mit sowjetischen Kriegsopfern

In der Liste des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge sind zwei große Ehrenfelder in Duisburg aufgeführt. Das größte liegt auf dem Waldfriedhof. Hier wurden 3 513 Kriegstote verschiedener Nationen beerdigt.

Darunter sind 2 801 Deutsche, 545 aus der ehemaligen Sowjetunion sowie 144 Polen. Hinzu kommen Opfer des Krieges aus Jugoslawien, Belgien, Frankreich, der Tschechoslowakei und Italien.

Auf dem Duisburger Waldfriedhof befindet sich das zweitgrößte Feld in Deutschland mit sowjetischen Kriegsopfern. Das größte ist auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof beim Schloss Holte-Stukenbrock in Bielefeld zu finden.

Auch auf 15 anderen Friedhöfen im Stadtgebiet wurden Kriegstote beerdigt. Das größte Gräberfeld ist an der Fiskusstraße in Hamborn zu finden. Dort wurden 1027 Kriegstote bestattet. 1026 davon wurden im Zweiten Weltkrieg getötet.

Am 21. März und am 9. April 1945 wurde der Waldfriedhof zur Hinrichtungsstätte, als die Nazis dort Häftlinge und Fahnenflüchtige erschossen.

Ein weiterer Ehrenfriedhof ist auf dem Kaiserberg zu finden. Dort sind nur Kriegstote aus dem Ersten Weltkrieg bestattet. Diese Kriegsgräberstätte wurde am 11. Dezember 1914 durch den damaligen Oberbürgermeister der Stadt, Dr. Karl Jarres, eingeweiht. Zu der Zeit waren bereits 63 Gefallene dort beigesetzt.

Im Laufe des 1. Weltkrieges wird Duisburg immer mehr zur Lazarettstadt, die Gräberstätte auf dem Kaiserberg wird stetig erweitert. Im Januar 1919 sind dort insgesamt 801 deutsche Soldaten begraben, die in Duisburger Lazaretten starben oder aus Duisburg stammten.

 
 

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