Arbeitskreise zum Kantpark

Daniel Wiberny
Der ehemalige Kakteengarten im Kantpark wird derzeit auf Vordermann gebracht.
Der ehemalige Kakteengarten im Kantpark wird derzeit auf Vordermann gebracht.
Foto: WAZFotoPool

Duisburg. Angstraum Kantpark: Der Park im Dellviertel war zuletzt häufig in den Schlagzeilen. Mittlerweile gibt es zwei Arbeitskreise, die sich um die Zukunft des Parks kümmern wollen. Für den ersten Aufschlag sorgte Künstlerin Mila Langbehn. Sie machte sich für einen „Runden Tisch Kantpark“ stark, der beim Beirat für Stadtgestaltung angesiedelt werden soll. Nun zieht die Stadt nach: Das Umweltdezernat will im November ein Treffen mit Anwohnern, Vertretern der Drogenszene aus dem Park und weiteren beteiligten städtischen Stellen initiieren.

„Beide Arbeitskreise sollen und werden sich abstimmen“, so Stadtsprecherin Susanne Stölting. „Beide haben ja das Ziel, die Situation vor Ort zu verbessern. Da geht es um Fragen, wie sich Anwohner wieder sicher im Park fühlen können, aber auch um alternative Aufenthaltsbereiche für die Drogenszene und zusätzliche Toiletten.“

Gefährliche Stolperfallen

Aktuell will das Amt für Umwelt und Grün den ehemaligen Kakteengarten im Kantpark auf Vordermann bringen. Das Areal ist eingezäunt, seit Anfang dieser Woche sind vier Mitarbeiter einer beauftragten Firma aus Moers mit kleinem und großem Bagger angerückt und erneuern die stark beschädigte Wegedecke auf rund 700 Quadratmetern. Wurzeln hatten sich durch die Sandsteinplatten gedrängt und für möglicherweise gefährliche Stolperfallen gesorgt. Mittlerweile sind die alten Platten entfernt. Das bisherige Wegenetz bleibt weitestgehend erhalten und bekommt eine neue wassergebundene Decke mit Basaltpflastersteinen an den Rändern.

Ein Teil des ehemaligen Kakteengartens wird barrierefrei gestaltet. Ein neuer gepflasterter Sitzbereich etwa in der Mitte soll zudem zum Verweilen einladen.

Baukosten von 38.000 Euro

Die Baukosten liegen bei 38.000 Euro. Die Arbeiten sollen je nach Witterung Mitte November abgeschlossen sein. „Sperrungen gibt es nur in den Bereichen, wo gerade gearbeitet wird“, so Stölting.

Das Gestrüpp im ehemaligen Kakteengarten entlang der Tonhallenstraße sei bereits entfernt worden. Stölting: „Der Park lässt sich nun von der Straße sehr gut einsehen.“ Zumindest an dieser Stelle ein Angstraum weniger.