"Anti-Atom Bündnis Niederrhein" plant Mahnwachen vor der GNS in Duisburg

Einen Tag nach dem Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima will das "Antiatom Bündnis Niederrhein" Mahnwachen vor der GNS in Duisburg abhalten.
Einen Tag nach dem Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima will das "Antiatom Bündnis Niederrhein" Mahnwachen vor der GNS in Duisburg abhalten.
Foto: WAZ FotoPool
Ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima will das neu gegründete "Antiatom Bündnis Niederrhein" drei Tage lang Mahnwachen vor der Gesellschaft für Nuklear Service in Duisburg-Wanheim abhalten.

Duisburg. Am Sonntag jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum ersten Mal. Einen Tag später will das neu gegründete „Antiatom Bündnis Niederrhein“ drei Tage lang Mahnwachen vor der Gesellschaft für Nuklear Service (GNS) in Wanheim abhalten. Wie das Bündnis erfahren haben will, sollen in der kommenden Woche Probe-Leertransporte erfolgen, um schwach- und mittel radioaktive Materialien per Zug nach Ahaus zu transportieren. Für dieses Jahr sei der Transport von 80 Containern geplant.

„Aus ganz Deutschland wird aus Atomanlagen schwach- und mittelradioaktiver Müll nach Duisburg transportiert und zur anschließenden Einlagerung nach Ahaus gekarrt“, sagt Kerstin Ciesla vom Bund für Umwelt und Naturschatz Duisburg, der zum Bündnis gehört. „Wir werden die Gleisstrecke in Wanheim bei unserer Mahnwache beobachten und stehen im Kontakt mit der Bürgerinitiative in Ahaus, welche die Strecke zum Zwischenlager in Ahaus beobachten wird.“ Ziel sei es, Präsenz zu zeigen und die Wanheimer auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Neue Anlagen verhindern

In dem Antiatom-Bündnis haben sich lokal agierende Atomkraftgegner, Vereine, Organisationen und Umweltverbände zusammengeschlossen. Sie fordern den Stopp „unsinniger Atomtransporte in NRW“ und die Stilllegung von Atomanlagen, zu denen auch die GNS in Wanheim gehöre.

Auch die Verhinderung von neuen Anlagen, die durch Konzerne aus der Region geplant werden, wie jüngst durch RWE im niederländischen Borssele, seien Themen des Bündnisses. „Wir sind ein altersübergreifender, parteiunabhängiger Zusammenschluss von Menschen aus der Region im Alter von 17 bis 70, die unterschiedlichste Erfahrungen haben und ein breites und buntes Bündnis verkörpern“, sagt Tim Nießmer vom Anti-Atom-Plenum Duisburg.

Das Bündnis trifft sich ab 14. März jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im Internationalen Zentrum (Raum 14, Am Flachsmarkt 1) in öffentlicher Runde.

 
 

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