Angeklagter gesteht tödlichen Kopfschuss auf Vermieter

Der Tatort an der Warbruckstraße in Marxloh.
Der Tatort an der Warbruckstraße in Marxloh.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Mit riesigem Polizeiaufgebot hat in Duisburg der Prozess gegen einen 44-Jährigen begonnen. Er hatte seinen Vermieter nach einem Mietstreit getötet.

Duisburg.. Unter Polizeischutz hat am Duisburger Landgericht am Donnerstag der Mordprozess gegen einen 44-jährigen Bäcker begonnen. Der Mann soll seinen Vermieter Ende Juni vergangenen Jahres auf der Warbruckstraße in Bruckhausen mit einem Kopfschuss getötet haben. Hintergrund der Auseinandersetzung der beiden Männer war offenbar ein Mietstreit. Nach Mietrückständen hatte der 41-Jährige Strom und Wasser abgestellt, so dass der Geschäftsbetrieb der Bäckerei in Gefahr war.

Über seinen Verteidiger gab der Mann am ersten Prozesstag die Tat zu - dass er den Angriff geplant habe, dem widersprach der Angeklagte. Der Anwalt sprach von einem langen Streit, der sich spontan entladen habe.

Anwohner sprachen nach Bluttat von einer "Hinrichtung"

Gegen 22 Uhr am 26. Juni 2014 hatte der 44-Jährige unweit der Merkez-Moschee Schüsse auf sein Opfer abgefeuert, das vor einem Imbiss in seinem Wagen saß. Auch die Ehefrau und die elfjährige Tochter erlebten den Angriff mit, sie saßen ebenfalls im Auto. Anwohner, die Zeuge des Verbrechens geworden waren und sie Polizei verständigten, beschrieben die Geschehnisse als eine regelrechten "Hinrichtung".

Offenbar hatte der 44-Jährige nach den damaligen Ermittlungen der Polizei auch auf den Bruder des Opfers gezielt und abgedrückt. Nur eine Ladehemmung der Umarex-Pistole verhinderte demnach weitere Verletzungen. (we/mit dpa)

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