Duisburg

Amazon sorgt im Duisburger Hafen für Ärger – die Stadt zieht sofort Konsequenzen

Amazon hat eine riesige Immobilie am Duisburger Hafen gemietet.
Amazon hat eine riesige Immobilie am Duisburger Hafen gemietet.
Foto: Montage: DER WESTEN / blossey & dpa
  • Ärger im Duisburger Hafen
  • Rheinorange Parkplätze werden großflächig von Amazon-Lieferanten genutzt
  • Duisburger sind verärgert
  • Diese Konsequenzen zieht die Stadt

Duisburg. Amazon hat seit Anfang Oktober ein Versandzentrum am Duisburger Hafen in Kaßlerfeld eröffnet. Etwa 100 Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass du dein Paket möglichst schnell bekommst. Doch schon jetzt gibt es Ärger und zwar um die Parkplätze.

Viele Duisburger ärgern sich darüber, dass Amazon-Lieferanten regelmäßig öffentliches Stellplätze blockieren und zwar auf dem Rheinorange-Parkplatz.

Duisburger kritisieren Amazon – Hafen verweist auf die Stadt

In sozialen Netzwerken herrscht wenig Verständnis für das Unternehmen. „Tja, da hätte Amazon mal an ausreichend Parkplätze denken sollen“, sagt einer.

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Die Meinungen über das Park-Fiasko gehen weit auseinander: Doch wer ist verantwortlich für die Situation?

Der Duisburger Hafen verweist gegenüber DER WESTEN darauf, dass man die Fläche bloß an Amazon vermietet habe. Die Straßen und Stellplätze seien aber öffentlich, daher sei das Ordnungsamt und die Stadt Duisburg zuständig.

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Ordnungsamt sieht keinen Verstoß

Die Stadt Duisburg erklärt auf Anfrage, bisher noch keine Beschwerden wegen der Nutzung der öffentlichen Parkplätze bekommen zu haben.

„Der Parkplatz ist öffentlich, er ist bisher weder beschildert noch gibt es Markierungen. Lediglich an der Einfahrt befindet sich eine Durchfahrtsbegrenzung, um höheren Fahrzeugen, wie LKW und Wohnwagen, die Durchfahrt unmöglich zu machen.

„Durch die dort abgestellten Amazon-Lieferwagen liegen folglich zunächst keine verbotswidrigen und verwarnungswürdigen Parkweisen im Sinne der Straßenverkehrsordnung vor“, so die Stadt Duisburg.

Stadt Duisburg will Rheinorange Parkplatz für Amazon blockieren

„Dass dort jetzt oftmals die Lieferwagen von Amazon abgestellt werden, entspricht natürlich nicht dem gewünschten Ziel, dass die Besucher der Rheinorange hier Parkmöglichkeiten finden“, so Stadtsprecherin Gabi Priem weiter.

Wegen der großen Parkprobleme habe sich die Stadt jetzt dazu entschlossen, ein Hinweisschild vor Ort aufzustellen. Es soll deutlich machen, dass nur Autos dort parken dürfen. Die Amazon-Lieferanten blockieren die Parkplätze hauptsächlich mit kleinen Lieferwagen.

Felsbrocken und Absperrungen als Park-Hindernisse für Amazon

Außerdem wolle die Stadt Duisburg Pendelbarken, die die Durchfahrt am Eingang für Lkw unmöglich machen, ungefähr zwei Meter tiefer setzen. Dadurch würden auch Lieferwagen nicht mehr durchkommen.
Doch dies sei nicht alles, so die Stadtsprecherin. Duisburg wolle auch am begrünten Rand zur Absperrung Felsbrocken aufstellen.

Amazon trifft sich am Donnerstag mit Stadt Duisburg

Um sich zu einigen, will sich Amazon am Donnerstag mit der Stadt Duisburg austauschen. „Uns ist ein konstruktiver Dialog mit unseren Nachbarn sehr wichtig. Sollten irgendwelche Vorkommnisse auffallen, bitten wir, direkten Draht zu uns zu suchen“, erklärt Amazon-Sprecherin Nadiya Lubnina und verspricht: „Wir wollen ein guter Nachbar sein.“

Amazon untersuche jeden Fall und ergreife erforderliche Maßnahmen, um Wiederholungen zu vermeiden.