Duisburg

Am ersten Todestag von Götz George: Duisburg wird Schimmi nie vergessen

Götz George zu Beginn der Dreharbeiten zum Tatort 1981 in Duisburg.
Götz George zu Beginn der Dreharbeiten zum Tatort 1981 in Duisburg.
Foto: Martin Athenstädt/Archiv
  • Götz Gerorge spielte den Tatort-Kommissar Horst Schimanski
  • George starb am 19. Juni 2016
  • Der Todestag jährt sich zum ersten Mal
  • Duisburg erinnert an seinen Lieblingskommissar

Duisburg. Er gehörte zu Duisburg wie die Stahlarbeiter, wie der Hafen zu Ruhrort. Horst „Schimmi‟ Schimanski hat sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt und in die Herzen der Tatort-Zuschauer gemotzt. Auch heute noch verehren viele Duisburger die Rolle, die Schauspieler Götz George jahrelang verkörperte.

Am Montag (19. Juni) ist Georges erster Todestag. Und Duisburg trifft sich zum Trauern und Erinnern. Erinnern an einen, der so war wie wir. Ein echter Malocher, der den Ruhri verstand.

Fantreffen am ersten Todestag

Der Duisburger Dirigent und Hochschullehrer Armin Klaes lädt zu einem Schimmi-Fan-Treff ein. Am Montag um 18 Uhr treffen sich alle Fans am Schiffsmaskenbrunnen (Kuhtor) in der Innenstadt ein.

Dort können sie ihre Erinnerungen teilen und erzählen, was sie an dieser Serienfigur so gemocht haben. Der Veranstalter hofft, das viele verkleidet mit Schimmi-Jacke und Schnurbart kommen.

Warum der Regisseur Hajo Gies und Götz George sich für Duisburg entschieden, erklärte George in einem Interview so: „Wegen des Hafens. Ein Abenteuerspielplatz aus Schrott und netten Menschen.‟ Für solche Aussagen lieben in die Duisburger.

Duisburger lieben Schimmi noch heute

Auch Stefan Schmidt (44) bekommt leuchtende Augen, wenn er von Horst Schimanski spricht. Seine Kindheitserinnerungen sind von dem Tatort-Kommissar geprägt.

Stefan, zwanzig Jahre in Ruhrort aufgewachsen, liebt Schimmi noch heute. So sehr, dass er sich die Schimmi-Gasse unter die Haut hat stechen lassen.

Der Duisburger erzählt: „Als Kind bin ich zu den Dreharbeiten gegangen und habe da immer rumgeturnt. Die haben ja bei meinen Eltern um die Ecke gedreht. Da habe ich sehr oft Götz George gesehen. Das war als Kind verdammt aufregend.‟


Schimmi ist in Duisburg noch heute präsent. Auch wenn die letzte Folge 1991 erschien. So gibt es in Ruhrort nicht nur die Schimmi-Gasse. Ganze Schimmi-Touren werden hier für Interessierte und Fans angeboten.

Schimmi-Touren sind beliebt

Die Journalistin Dagmar Dahmen und ihre Agentur „DU Tours“ bieten seit März 2012 „Schimmi-Touren“ an. Dabei können Besucher bei Tag oder Nacht, per Rad, zu Fuß oder sogar mit einer Motoryacht auf die Spuren von Horst Schimanski gehen.

Sie besuchen die Drehorte in Ruhrort und natürlich darf auf der zweistündigen Runde ein Abstecher zur Horst-Schimanski-Gasse nicht fehlen.

Haltepunkt seit Februar wieder mit altem Namen

Einen der Haltepunkte gibt es so erst wieder seit Februar 2017. Das Lokal „Zum Anker“ hat endlich wieder seinen alten Namen, den es schon zu Schimmi-Zeiten trug. Hier hatten das Ermittlerduo Schimanski und Thanner im ersten Schimmi-Tatort „Duisburg-Ruhrort“ (1981) Muscheln gegessen.

In dem denkmalgeschützten Haus an der König-Friedrich-Wilhelm-Straße bieten Rainer Schmitz und Doro Tönges Frühstücksbuffet und Mittagstisch sowie Kaffee, Kuchen und Eis.

„Zum Anker‟ zeigt die originale Jacke

Und seit kurzem hängt hier auch die originale Schimanski-Jacke, die zunächst im „Planet Hollywood“ im City-Palais hing. Doch der Laden ging pleite und so ging die Jacke auf Wanderausstellung.

Nach dem Binnenschifffahrtsmuseum in Ruhrort und der Sana-Klinik in Wanheimerort ist die Kneipe „Zum Anker“ nun der dritte Ausstellungsort.

Horst Schimanski wird immer Platz in den Duisburger Herzen haben. Wir werden ihn nie vergessen, denn er war einer von uns.

Weitere Nachrichten:

Vandalismus! Bahnverkehr zwischen Köln - Düsseldorf und Bochum - Dortmund gestört

Bahn-Bauarbeiten dauern noch: Diese Umwege musst du am Montag in Kauf nehmen

Neue Erkenntnisse zum gesuchten Raser von Mönchengladbach – Fahndung nach silbernem Seat geht weiter

EURE FAVORITEN