Altweiberfeier auf dem Kometenplatz in Duisburg-Walsum droht Absage

Foto: WR

Duisburg.. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen für Großveranstaltungen bereiten den Duisburger Karnevalisten Kopfzerbrechen. Während der Hamborner Kinderumzug - mit doppelt so vielen Ordnern - ziehen darf, steht die Altweiberfete in Walsum auf der Kippe.

Die gute Nachricht: Der 49. Kinderkarnevalszug der KG Rot-Weiß Hamborn findet wie geplant am Sonntag, 6. März, statt. Die schlechte: Die große Open-Air-Veranstaltung an Alt-Weiberfastnacht in Walsum auf dem Kometenplatz steht auf der Kippe. Wie die Organisatoren des Hamborner Umzugs berichten, ist der organisatorische Aufwand dieses Mal wesentlich größer als in den vergangenen Jahren. Den Zug müssen fast doppelt so viele Ordner begleiten. Außerdem, sagten die Veranstalter, sei der technische Aufwand enorm – etwa durch separate TÜV-Gutachten für jeden Motiv-Wagen. Hintergrund für die verschärften Auflagen ist die Loveparade-Katastrophe des vergangenen Jahres.

Zwischen 2000 und 2500 Euro Mehrkosten

Die traditionelle Alt-Weiber-Party auf dem Aldenrader Kometenplatz ist hingegen gefährdet. Die Veranstalter (Bezirksvertretung Walsum und die KG Gruen-Weiss Walsum) müssen Ordner anheuern, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. „Das Geld haben wir nicht“, sagt KG-Präsident Elmar Klein. Man habe ein Sicherheitskonzept vorgelegt, und nun heiße es plötzlich, es müssten auch Sicherheits-Fachkräfte den Zug begleiten - eine Folge des Loveparade-Unglücks.

Zwischen 2000 und 2500 Euro, glaubt Klein, müssten dafür aufgebracht werden. Wer soll das bezahlen, fragen sich die Jecken und Politiker in Walsum. Seit 30 Jahren laden sie das närrische Volk zu dieser Party ein - und nun droht das Aus, wenn nicht noch in letzter Minute eine Lösung gefunden wird. Mit im Boot sind Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt. Kommenden Montag will man die Ergebnisse präsentieren.

1500 bis 3000 Menschen feierten in der Vergangenheit durchschnittlich an Alt-Weiber auf dem Kometenplatz. Unterhalten wurden sie von Tanzgruppen und Spaßmachern der Gruen-Weissen sowie Solisten. Die Politik lässt dafür 2000 Euro springen, das Geld wird für Technik, Sanitätszelt, Essen für die Einsatzkräfte und eine Tombola benötigt.

 
 

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