Duisburg

Alkoholverbot in der Innenstadt - Was passiert jetzt mit der Trinkerszene in Duisburg?

Kathrin Migenda
Biertrinken ist in der Duisburger Innenstadt verboten.
Biertrinken ist in der Duisburger Innenstadt verboten.
Foto: Funke Foto Services
  • Ab dem 16. Mai ist Alkohol in der Duisburger Innenstadt verboten
  • Die Stadt will die Trinkerszene aus der Innenstadt vertreiben
  • Doch das kann nicht die Lösung für Suchtkranke sein

Duisburg. Mit dem Alkoholverbot in der Duisburger Innenstadt soll die Trinkerszene vertrieben werden. Doch die Stadt denkt auch über Hilfsangebote für Suchtkranke nach.

Gefühl von Sicherheit durch Trinkerszene beeinträchtigt

Susanne Stölting. Pressesprecherin der Stadt sagt: „Durch die Ansammlung von Alkoholkonsumenten in bestimmten Bereichen der Duisburger Innenstadt wird das Sicherheitsgefühl von Kunden, Besuchern und Einzelhändlern erheblich negativ beeinträchtigt.‟

Ruhestörungen und Sachbeschädigungen sollen eingedämmt werden

„Passanten, Gewerbetreibende und Anwohner berichten regelmäßig von beobachteten Verstößen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch offensichtlich alkoholisierte Personen, beispielsweise in Form von Ruhestörungen, Sachbeschädigungen, Gewalttätigkeiten oder öffentlichem Urinieren und Erbrechen‟, sagt die Stadtsprecherin.

Innenstadt ist für alle

Und Susanne Stölting will, dass sich alle in der Stadt wohlfühlen. „Eine Innenstadt soll von allen gleichermaßen gerne genutzt und belebt werden. Dies kann nur gelingen, wenn sich dort alle wohl und sicher fühlen.‟

Möglichkeiten für Suchtkranke

Doch das Vertreiben der Trinkerszene ist keine Lösung, das weiß auch die Stadt. Wie in Essen könnte auch in Duisburg das Projekt „Pick-Up“ umgesetzt werden. Darüber sprachen die Ratsmitglieder am Montag. Chronisch Mehrfachabhängige reinigen dabei unter Aufsicht festgelegte Routen im öffentlichen Raum. Die Finanzierung dafür steht aber noch nicht.

Auch über einen festen Raum für Suchtkranke denkt die Stadt nach: „Es könnte ein fester Treffpunkt, beispielsweise durch Anmietung eines Konsum- und Aufenthaltsraumes und der Betreuung durch einen Streetworker und begrenzter Erlaubnis von Alkoholkonsum als Alternative angeboten werden‟, sagt Ordnungsdezernentin Daniela Lesmeister.

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