Aktion gegen Darmkrebs auf dem stillen Örtchen

Mit einer außergewöhnlichen Toilettenpapieraktion will der Verein „Duisburg gegen Darmkrebs“ gemeinsam mit der Barmer GEK-Krankenkasse und Duisburger Firmen für die Darmkrebsvorsorge werben.

Ab Donnerstag werden die Sparkasse, die städtische Wohnungsbautochter Gebag sowie die beiden Unternehmen Collin Haustechnik und Krohne Messtechnik ihre „stillen Örtchen“ mit besonderem Toilettenpapier ausstatten. Es trägt Blatt für Blatt den Aufdruck „Augen auf bei Blut im Stuhl - Geh zur Vorsorge“ und zeigt als Mini-Comic einen Strauß, der den Kopf in den Sand steckt. Mit einer Prise Humor trotz des ernsten Themas soll so auf dem WC das Bewusstsein für die Gesundheit geschärft werden.

„Blut im Stuhl ist ein Symptom, das von den Menschen häufig nicht ernst genommen und verdrängt wird. Auch wenn nichts Schlimmes dahinter stecken muss, möchten wir mit dieser Aktion erreichen, dass jeder auf der Toilette genauer hinsieht“, erklärt Dr. Alexander Meyer, Vorsitzender des Vereins. Das gilt nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für junge.

Wer sich dem guten Beispiel zum „Rollenwechsel“ anschließen will: Das bedruckte Toilettenpapier kann gegen eine Spende an den Verein „Duisburg gegen Darmkrebs“ bei der Barmer oder dem Verein angefordert werden.

Der Verein setzt sich für die Früherkennung von Darmkrebs ein und möchte erreichen, dass jeder die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nimmt. Jährlich erkranken rund 500 Menschen in Duisburg an Darmkrebs und 200 versterben daran. „Das müsste nicht sein, denn bei einer Darmspiegelung kann in 90 Prozent der Fälle das Auftreten von Darmkrebs verhindert werden“, so der Vereinsvorsitzende Meyer, Chefarzt am Rheinhausener Johanniter-Krankenhaus. Bei der Vorsorgespiegelung können Polypen (Vorstufen des Darmkrebses) entdeckt und sofort beseitigt werden.