Duisburg

„Aktenzeichen XY“: Vermisster Marvin aus Duisburg – DAS könnte der Polizei nun helfen

Mutter Manuela Bock (53) aus Duisburg hofft immer noch, ihren vermissten Sohn Marvin bald wiederzusehen. Bei „Aktenzeichen XY" meldet sie sich nun zu Wort.
Mutter Manuela Bock (53) aus Duisburg hofft immer noch, ihren vermissten Sohn Marvin bald wiederzusehen. Bei „Aktenzeichen XY" meldet sie sich nun zu Wort.
Foto: privat

Duisburg. Seit über zwei Jahren wird Marvin (15) aus Duisburg vermisst. Die Polizei fahndete bislang ohne Erfolg. Nach der Ausstrahlung am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gibt es neue Hoffnung.

Im Studio in München von „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ sowie bei der Polizei Duisburg sind seit Mittwochabend zahlreiche Hinweise eingegangen, teilte die Polizei in Duisburg am Donnerstag mit.

In der Spezialfolge der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ zum Thema „Wo ist mein Kind?“ wurde die Geschichte des damals 13-jährigen Marvin aus Duisburg erneut der Öffentlichkeit präsentiert. Seine Familie und die Polizei erhoffen sich so neue Hinweise zum Verbleib des Kindes zu erlangen.

„Die Ermittler haben jetzt alle Hände voll zu tun: Sie nehmen Kontakt zu den Zeugen auf, überprüfen die Informationen und gehen den Hinweisen nach“, schreibt die Polizei. Ob eine heiße Spur dabei ist, werde sich zeigen.

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“: Marvin aus Duisburg vermisst

„Ich wollte mir eigentlich nicht so viele Hoffnungen machen, damit ich nicht wieder enttäuscht werde. Doch meine Hoffnung steigt“, sagte seine Mutter Manuela Bock (53) einen Tag vor der Ausstrahlung ein wenig zuversichtlich.

Lange habe sie dafür gekämpft, dass der Fall ihres vermissten Sohnes es in die Sendung schafft. Am Mittwochmorgen geht es für die Duisburgerin nach München. Dann wird sie live im Publikum sitzen und den Bericht verfolgen. „Das ist jetzt eine anstrengende Sache, da sitzen zu müssen. Ich bin am Ende“, macht sie deutlich.

Seit dem 11. Juni 2017 hat sich die Spur des Teenagers verloren. Eine letzte Whatsapp-Nachricht hat er da an seine Wohngruppe in Oer-Erkenschwick geschickt. Nach dem Tod seines Vaters hat er psychische Probleme, galt als sogenanntes „Problemkind“. Der Polizei war er bekannt wegen Diebstahls und weil er auch gegenüber seiner Familie gewalttätig wurde. Schlussendlich kam er in die Wohngruppe und verschwand von dort plötzlich an besagtem Junitag.

Viele Hinweise gingen seitdem ein, Marvin wurde an so manchen Orten gesichtet. Im niederländischen Roermond wollen Zeugen ihn gesehen haben, auch in Kärnten in Österreich sowieso an den unterschiedlichsten Stellen im Bundesgebiet - Hamburg, Saarbrücken, Berlin, Dresden und auch in Duisburg - doch immer blieb die Suche ohne Erfolg.

Doch die 53-jährige Mutter kenne ihren Sohn. Er würde sich nicht einfach überhaupt nicht melden. Das passe nicht zu ihm.

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„Es gab eine Zeit, da hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben“, gibt sie aber leise zu. „Da dachte ich wirklich, dass mein Sohn tot sei.“ So oft sei sie bei der Polizei gewesen, so oft ist sie wieder unverrichteter Dinge nach Hause gegangen.

Sie hat extra eine Facebook-Seite für ihren vermissten Jungen eingerichtet. „Damit Marvin nicht vergessen wird“, stellt sie klar. Dort tausche sie sich auch mit anderen Menschen aus, denen es genauso geht. „Dann weiß ich, dass ich nicht alleine bin.“

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Doch nun schöpft sie wieder neuen Mut, hofft auf aussagekräftige Hinweise nach der Ausstrahlung. „Ich möchte endlich meinen Sohn wiederhaben. Es gibt nichts Schlimmeres als diese Ungewissheit zu erleben“, sagt die Duisburgerin mit belegter Stimme.

Weitere Hinweise bei der Polizei eingegangen

Schon einen Tag vorher gingen bei der Polizei durch die Berichterstattung wieder neue Hinweise ein, wie Polizeisprecherin Jacqueline Grahl gegenüber DER WESTEN bestätigt. Doch ob diese hilfreich sind? „Wir gehen jedem Hinweis nach, müssen aber natürlich jetzt erstmal prüfen, ob die Hinweise stimmen. Viele Menschen denken ja auch, dass sie Marvin gesehen haben. Doch dem ist dann nicht so“, verdeutlicht die Sprecherin.

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Auch die Polizei erhofft sich nach „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ weitere Hinweise zu bekommen. „Damit wir endlich wissen, wie es ihm geht“, so die Sprecherin.

Neue Hoffnung nach neuen Hinweisen

In der Sendung waren Marvins Mutter Manuela und Schwester Melina sowie der Duisburger Kommissar Stefan Hausch anwesend. „Marvin war ein witziger Junge, man erkennt ihn an seiner Brille“, sagte seine Schwester. „Lebt er noch, lebt er nicht mehr. Ich weiß es nicht. In den letzten Tagen hatte ich den Eindruck, vielleicht lebt er noch“, erzählt Mutter Manuela.

Das letzte Mal gesehen wurde er von einem Schulfreund in Duisburg an der Pauluskirche. Hier soll er in einen BMW gestiegen sein, den ein etwa 25 Jahre alter Mann fuhr. War es Ismael, den Marvin immer wieder erwähnt hatte. Seine Familie hofft: „Wenn er zusehen sollte, dann soll er sich melden, dass es ihm gut geht.“ Er könne auch Opa Bescheid sagen, schlägt seine Schwester vor. Und der Auftritt scheint sich gelohnt zu haben.

Es seien eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen, vor allem über soziale Netzwerke, so Karl-Peter Jochem zum Abschluss der Sendung. „Einige Zuschauer glauben ihn gesehen zu haben“, sagte er.

„Es gibt eine Menge Arbeit für die Kollegen aus Duisburg“, so Jochem. Und neue Hoffnung für Mama Manuela und Schwester Melina, dass ihr Marvin wohlauf ist.

 
 

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