Ärger um von Hells Angels gestifteten Grabstein in Duisburg

81 Affa steht auf dem Grabstein. Die Zahl 81 steht für den achten und ersten Buchstaben des Alphabets, die vier Bustaben für „Angels Forever, Forever Angels“, bedeuten also übersetzt so etwas wie „Einmal ein Hells Angel, immer ein Hells Angel“.
81 Affa steht auf dem Grabstein. Die Zahl 81 steht für den achten und ersten Buchstaben des Alphabets, die vier Bustaben für „Angels Forever, Forever Angels“, bedeuten also übersetzt so etwas wie „Einmal ein Hells Angel, immer ein Hells Angel“.
Foto: WAZ FotoPool
Ein Grabstein sorgt in Duisburg für Ärger. Er wurde von den Hells Angels gestiftet. Darauf zu sehen ist der Schriftzug des Rockerclubs: „81 Affa“. Dabei dürfen auf katholischen Friedhöfen nur Steine mit christlichen Symbolen aufgestellt werden. Die Gemeinde wandte sich bereits an das Bistum Essen.

Duisburg.. Ein Grabstein auf dem katholischen Friedhof Beeck sorgt für Ärger: Gestiftet wurde er von den Hells Angels. Darauf zu sehen ist nicht nur der Name des im Februar verstorbenen 17-Jährigen, sondern auch der Schriftzug „81 Affa“. Der ist ein Symbol des Rockerclubs Hells Angels.

Eigentlich dürfen auf katholischen Friedhöfen nur Grabsteine mit christlichen Symbolen aufgestellt werden. Dazu zählt das goldunterlegte Symbol sicherlich nicht. Aber: Ob der Stein entfernt oder zumindest geändert werden muss, ist offen.

Bistum prüft den Fall rechtlich

Die Gemeinde, deren Pfarrer Andreas Rose gerade Urlaub macht, ist hilflos, hat sich deshalb vor wenigen Tagen ans Bistum Essen gewandt. Dort wird der Fall rechtlich geprüft. Allerdings gehört dazu auch die Befragung des Pfarrers, da nur er Einblick in den Ablauf der Beerdigung und die Genehmigung des Grabsteins hat.

Ein Gemeindemitglied soll nach unseren Informationen schon in Eigenregie versucht haben, den Stein durch Überpinseln zu verändern. Was als „Verschlimmbesserung“ angesehen wurde, weshalb die Farbe wieder abkam. Frühestens in der kommenden Woche, wenn Pfarrer Rose wieder im Dienst ist, wird die Sache vom Bistum aus weiterverfolgt.

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