ADFC will wissen wie fahrradfreundlich Duisburg ist

Mit geführten Touren (wie hier der Schimanski-Rundfahrt) werden in Duisburg viele Menschen auf den Sattel gelockt.Foto:Lars Fröhlich
Mit geführten Touren (wie hier der Schimanski-Rundfahrt) werden in Duisburg viele Menschen auf den Sattel gelockt.Foto:Lars Fröhlich
Foto: WAZ Fotopool
Der Fahrradclub ADFC startet eine große Online-Umfrage und im Infoladen an der Mülheimer Straße in Duisburg-Neudorf. Radler sollen zum sechsten Mal bewerten, ob Radeln in der Stadt Spaß macht, ob die Wege in gutem Zustand sind und ob es genug Abstellanlagen gibt.

Duisburg. Wie fahrradfreundlich ist Duisburg? Das möchte der Radfahrerclub ADFC auch für die Ruhrgebietsstadt herausfinden mit dem großen Fahrradklima-Test.

Macht Radfahren in Duisburg eigentlich Spaß? Sind die Radwege in einem guten Zustand? Gibt es genügend Abstellanlagen? Antworten auf diese und weitere Fragen können und sollen Bürger jetzt selbst geben – beim sechsten ADFC-Fahrradklima-Test. Anhand von 27 Fragen ermittelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auf der Internetseite www.fahrradklima-test.de die Fahrradfreundlichkeit von Kommunen in ganz Deutschland.

Lebenswert heißt auch radfreundlich

„Duisburg soll familienfreundlicher und lebenswerter werden. Dazu gehört nicht nur mehr, sondern auch komfortabler Radverkehr“, sagt ADFC-Vorstandssprecher Herbert Fürmann. Er fordert alle Pedalritter auf, die Chance zu nutzen, ihrer Stadt eine Rückmeldung zu geben, wie sie sich als Radfahrer in Duisburg fühlen. „Wir wollen wissen, wo es Schwachstellen gibt und welche Maßnahmen gut ankommen.“

Der ADFC ruft deshalb auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Mitmachen sollen auch diejenigen, die sich nicht im dichten Duisburger Straßenverkehr auf das umweltfreundliche Fahrrad trauen. Vielleicht sind diese Meinungen noch wichtiger, erklären sie doch, warum es Menschen zu gefährlich finden, hier mit dem Rad unterwegs zu sein.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wird in diesem Jahr bereits zum sechsten Male durchgeführt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans. Beim letzten Test vor zwei Jahren nahmen über 80 000 Menschen teil. 332 Städte wurden bewertet. „Das war ein fantastisches Ergebnis, das der ADFC wieder erreichen, lieber noch überbieten möchte“, sagt der Bundesvorsitzende Ulrich Syberg.

Viele Städte und Gemeinden haben in den letzten Jahren an ihrer Fahrradfreundlichkeit gedreht. Ob sich die Bemühungen in der öffentlichen Meinung widerspiegeln, klärt die Umfrage. Die Ergebnisse sind der Gradmesser dafür, wie fahrradfreundlich die Stadt empfunden wird.

Duisburg immerhin bekam beim Wettbewerb „Stadtradeln“ in diesem Sommer durchaus Lob von Zweiradfahrern: Bei allen finanziellen Nöten sei die Stadt vorbildlich bemüht, den Verkehr immer dann radfreundlich umzugestalten, wenn ohnehin an Straßen gebaut werde, sagt Michael Kleine-Möllhoff vom Duisburger ADFC.

 
 

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