Duisburg

Achtung Betrug! Duisburger Handy-Händler fallen bei Test knallhart durch – so schützt du dich

Die Verbraucherzentrale Duisburg warnt Kunden in der Stadt vor Betrug beim Abschließen ihres Handyvertrages.
Die Verbraucherzentrale Duisburg warnt Kunden in der Stadt vor Betrug beim Abschließen ihres Handyvertrages.
Foto: imago/Dean Pictures
  • Verbraucherzentrale NRW warnt Duisburger vor Handy-Shops
  • Bei einer landesweiten Untersuchungen ist Duisburg durchgefallen
  • Verbraucherberater Harald Rahlke gibt Tipps, worauf Kunden achten müssen, wenn sie einen neuen Handyvertrag abschließen

Duisburg. Vorsicht beim Abschließen neuer Handyverträge in Duisburg! Die Verbraucherzentrale NRW warnt besonders Kunden in Duisburg vor einer dreisten Betrugspraxis in Handy-Shops.

Bei einer landesweiten Untersuchung deckten die Verbraucherschützer auf, dass neun von zehn Handy-Shops ihre Kunden nicht wie gesetzlich vorgeschrieben informieren, sondern sie in vielen Fällen sogar vorsätzlich betrügen.

„Nicht unterschreiben, ohne den vollständigen Vertrag gesehen zu haben“

„Nicht unterschreiben, ohne den vollständigen Vertrag gesehen zu haben“, rät daher Verbraucherberater Harald Rahlke den Kunden.

„In Duisburg waren die Tester in vier Handy-Shops aktiv, davon gab es bei dreien nicht das vorgeschriebene Produktinformationsblatt mit allen wichtigen Daten und Fakten und beim vierten haben die Kunden es nur auf Nachfrage bekommen“, erklärt Rahlke.

„In Duisburg wussten Verkäufer teilweise nichts davon.“ Der Verbraucherberater spricht gerade in Duisburg von „dramatischen Ergebnissen.“

Gesetzesänderung: Handy-Shops müssen Kunden seit 2017 Produktinformationsblatt mitgeben

Seit Mitte 2017 sind Handy-Shops dazu verpflichtet, Kunden über die wichtigsten Details vor dem Vertragsabschluss in einem Dokument zu informieren. Das Gewirr aus Kosten, Extras und Rabatten verwirre viele Kunden jedoch weiterhin, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

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„Gerne wird dann behauptet, dass der Drucker gerade nicht geht“

Gerade in Duisburg seien die Tester von den faulen Ausreden der Shop-Inhaber besonders überrascht gewesen.

„Gerne wird dann behauptet, dass der Drucker gerade nicht geht oder die Verkäufer halten den Kunden nur kurz das Display zur Unterschrift hin“, erklärt Harald Rahlke weiter.

„Verkäufer zeigen nicht, was unterschrieben wird“

Oft gebe es gerade bei den Unterschriften auf dem Display im Nachhinein Probleme, weil Kunden keinen Überblick haben, wie viele Seiten eines Vertrages sie gerade unterschreiben – und welche Kosten für sie entstehen.

Harald Rahlke rät Kunden dazu, sich genauer über den Vertrag zu informieren und sich im Handy-Shop nicht unter Druck setzen zu lassen.

„Da fehlt es einfach am Bewusstsein, man muss vor jeder Unterschrift mit dem Verkäufer alle Vertragsdetails und die Preise schriftlich haben und durchgegangen sein“, so Rahlke weiter. Oft würden Verkäufer im Gespräch rege von Rabatten und Vergünstigungen sprechen, die dann im späteren Handy-Vertrag überhaupt nicht mehr auftauchen.

„Das Problem ist, dass Kunden falsche Informationen gegeben werden“

Doch die Aufmerksamkeit der Kunden alleine helfe leider oft nicht weiter. „Das Problem ist, dass Kunden falsche Informationen gegeben werden“, erklärt Rahlke.

Vorsätzlich würden zwei Verträge mit doppelten Kosten angefertigt von denen der Kunde nichts wisse, gerade bei Franchise-Unternehmen.

Diese Fälle habe Rahlke in Duisburg besonders häufig auf dem Tisch. „Der Kunde leistet nur eine Unterschrift und hat plötzlich zwei Handy-Verträge, da rauszukommen ist trotz des Anspruchs auf Schadenersatz schwierig.“

Verbraucherzentrale: Kunden müssen auf Dokumente und schriftliche Belege bestehen

„Kunden müssen auf die Herausgabe des Produktinformatisblattes bestehen“, erklärt Rahlke, so hätten Kunden später rechtlich die größte Handhabe, wenn der Handy-Shop trotzdem einen Fehler gemacht habe.

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