Duisburg

Abriss „Weißer Riese“ in Duisburg: Achtung, Polizei warnt jetzt vor dieser miesen Betrugsmasche!

Auf dem Weißen Riesen: So sieht Duisburg von oben aus

Wir waren auf dem Abrisshaus.

Wir waren auf dem Abrisshaus.

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Duisburg. Am 24. März um 12 Uhr fällt der erste „Weiße Riese“ in Duisburg: Das Hochhaus an der Friedrich-Ebert-Straße 10/16 wird gesprengt,

290 Kilogramm Sprengstoff setzt das Abbruchsunternehmen ein, um das 45.000 Tonnen schwere Hochhaus in Duisburg-Homberg zu Fall zu bringen.

3.500 Duisburger betroffen

Insgesamt betrifft die bevorstehende Sprengung 3.500 Menschen im Duisburger Stadtteil. 2.500 von ihnen leben in der Sperrzone, die die Feuerwehr dann evakuieren wird. Bis acht Uhr müssen alle das Gebiet verlassen haben.

Die übrigen 1.000 Anwohner in der Sicherheitszone dürfen ab zehn Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Für Besucher gilt, dass sie sich schon ab acht Uhr nicht mehr auf den Straßen befinden dürfen.

Polizei warnt vor Betrügern

Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben und stellt klar: Echte Polizisten würden niemals Kontodaten oder persönliche PIN-Nummern erfragen.

Auch auf der Facebookseite zur Sprengung des „Weißen Riesen“ heißt es: „Niemand wird Sie wegen der Sprengung am 24.3.2019 auffordern, Ihre Wertsachen, Bankkarten, PIN-Nummern oder sonstiges Eigentum ,auszuhändigen‘ oder zur ,Verwahrung‘ zu übergeben!! Die Polizei wird Sie NIEMALS anrufen, Kontodaten oder ähnliches von Ihnen abfragen!“

Gerade ältere Menschen seien von der Masche betroffen. Die Betrüger sollen es auf ihre Wertsachen abgesehen haben.

Darum ist die Sprengung kompliziert

Martin Hopfe vom Abbruchsunternehmen Thüringer Spreng erklärt, dass die Sprengung keine leichte Aufgabe sei: „Bei der nahen Bebauung der Nachbargebäude und einem so großen Hochhaus ist der Abbruch kompliziert.“

Das Ziel sei eine „schadensfreie“ Sprengung des „Weißen Riesen“. Das heißt: Wenn 45.000 Tonnen Schutt auf den Boden stürzen, dürfen die nahestehenden Häuser keine Schäden davontragen.

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Kein Public Viewing am 24. März

Um Schaulustige fernzuhalten, wird es an dem Sonntag weiträumige Halteverbotszonen geben. „Die Sperrungen werden mit Einsatzkräften besetzt sein“, sagt Oliver Tittmann von der Feuerwehr Duisburg.

Wer die Sprengung dennoch sehen möchte, kann sie auf dem Fernseher verfolgen. Denn der WDR wird sie am 24. März live übertragen.

„Stück für Stück wollen wir das Quartier aufwerten“

Die Stadt Duisburg will den Stadtteil Hochheide sanieren. „Stück für Stück wollen wir das Quartier aufwerten“, sagt der Oberbürgermeister.

Das Gebäudekomplex in der Friedrich-Ebert-Straße ist der erste „Weiße Riese“, der im Rahmen der Sanierung gesprengt wird. Wann die Stadt Duisburg die nächsten Hochhäuser abreißen lässt, ist allerdings noch unklar.

 
 

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