Abi-Anstecknadel "Alberte" hat keinen rechtsextremen Hintergrund

Leon Wystrychowski zeigt hier ein Buch, welches die Geschichte des Steinbart-Gymnasiums von 1831-1931 zeigt.
Leon Wystrychowski zeigt hier ein Buch, welches die Geschichte des Steinbart-Gymnasiums von 1831-1931 zeigt.
Foto: WAZ FotoPool
Die bei Abiturfeiern in Duisburg verliehene Anstecknadel "Alberte" ist nicht rassistisch. Sie wurde ursprünglich in Ostpreußen zum bestandenen Abitur verschenkt. Um 1955 flüchteten 35.000 Bürger aus Königsberg, wodurch sich im späteren Verlauf die Patenschaft des Steinbart-Gymnasiums entwickelte.

Duisburg.. Zur umstrittenen Verleihung der Anstecknadel und des Steinbartbuches erläutert Lorenz Grimoni, Leiter des Museum Königsberg, den Hintergrund der „Alberte“: „Dies war der Name der Universität Königsberg.“

Die Anstecknadel mit dem Bildnis des Herzogs nenne man „Alberte“. Sie wurde den Abiturienten in Ostpreußen von Familie und Freunden gleichsam als Glückwunsch zum bestandenen Abitur geschenkt. „1955 trafen sich über 35.000 geflüchtete oder vertriebene Bürger Königsbergs zum 700-jährigen Bestehen ihrer Stadt in ihrer Patenstadt Duisburg (seit 1952).“ Daraus habe sich zum Beispiel die Patenschaft des Steinbart-Gymnasiums mit dem Löbenichtschen Realgymnasium entwickelt.

„In dieser frühen Zeit der Patenschaft hofften viele Menschen aus dem Deutschen Osten auf eine Wiederkehr in ihre Heimat, sie erfüllte sich nicht.“ Von der Hoffnung der früheren deutschen Bewohner dieser Landschaft auf Rechtsextremismus zu folgern, sei töricht. „Im Übrigen: Das Mercator-Gymnasium hat die Alberte bei den Abiturfeiern auch verteilt.“

Deutsch-Russischen Schüleraustausch seit 1991

Seit 1991 führe diese Schule einen deutsch-russischen Schüleraustausch durch, den die ehemaligen Burgschüler aus Königsberg finanziell mit unterstützen. Auch das Landfermann-Gymnasium unterhalte eine Schulpatenschaft mit einer russischen Schule in Kaliningrad, mit der heutigen Schule Nr. 1. Auch dieser Austausch werde von ehemaligen Bürgern Königsbergs gefördert, weil sie alle Formen der Versöhnung begrüßen. Weitere Informationen gebe es im Museum.

 
 

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