A59-Sperrung in Duisburg naht - Fahrräder sollen Verkehrschaos mindern

Bald ist wieder Radwandertag in Duisburg. Zum ersten Mal ist die Stadt auch beim Wettbewerb „Stadtradeln“ dabei.
Bald ist wieder Radwandertag in Duisburg. Zum ersten Mal ist die Stadt auch beim Wettbewerb „Stadtradeln“ dabei.
Foto: Stephan Eickershoff
Kurz vor der Sperrung der A59 startet Duisburg mit der Radwanderung und einem Erlebnismarkt in der Fußgängerzone in die Fahrradsaison. Zudem nimmt die ganze Stadt erstmals an dem deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ teil. Drei Wochen sollen die Duisburger kräftig in die Pedale treten.

Duisburg. Der Zeitpunkt für den Start in die Fahrradsaison hätte kaum günstiger sein können: Wenn in der kommenden Woche die A59 gesperrt wird, beruht die Hoffnung der Verkehrsplaner ohnehin darauf, dass viele auf Bus und Bahn oder eben auch aufs Fahrrad umsteigen, um dem befürchteten Chaos auf den Hauptverbindungsstraßen zu entgehen. Die 32. Duisburger Radwanderung (Details dazu in dieser Infobox) mit dem begleitenden Fahrrad-Erlebnismarkt auf der Königsstraße zum Saisonstart am kommenden Sonntag, 27. April, sind längst Tradition, neu dagegen ist die Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“, bei der Deutschlands fahrradaktivste Kommune gesucht wird.

Vom 14. Juni bis 4. Juli sollen so viele Duisburger wie möglich vom Auto aufs Rad umsteigen, sämtliche Kilometer werden gezählt und fließen in die Datenbank ein. Eigentlich hätte Duisburg schon in Vorjahren mitmachen sollen, den Beschluss zur Teilnahme fasste die Politik schließlich bereits vor drei Jahren. Doch in diesem Jahr hat der Regionalverband Ruhr gleich die ganze Region angemeldet und reduziert damit die Kosten für die Teilnahme der Städte.

Jedes Jahr neue Rekorde

Den Wettbewerb selbst gibt es seit 2008, jedes Jahr mit neuen Rekorden, im Vorjahr beteiligten sich 70.000 Radler aus 200 Städten und legten 13 Millionen Kilometer zurück. Jetzt lockt erstmals auch Duisburg seine Bürger aufs Rad, die Aktion erfolgt während der Umwelttage, drei Wochen lang sollen so viele wie möglich beruflich oder privat, einzeln oder in Gruppen in die Pedale treten, aufgerufen sind auch ganze Schulklassen, Vereine und Unternehmen. Die notwendige Anmeldung auf der Kampagnenwebsite (www.stadtradeln.de), soll ab Anfang Mai möglich sein.

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Die Trophäe für die fahrradaktivste Stadt ging 2013 an Dresden, wo 4600 Bürger eine Million Kilometer zurücklegten. Aber zum Beispiel auch das kleine Rheinberg strampelte sich für den Klimaschutz ab: In allen Wertungen gab es in den Vorjahren einen Platz unter den Top Ten, bis zu 2500 Radler legten 230.000 km zurück und dürften für das benachbarte und 15-fach größere Duisburg ein naheliegender Ansporn sein.

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