Viel zu wenige neue Wohnungen – „Mietwahnsinn“ in Düsseldorf

Ein teures Pflaster. Am Rheinufer in Oberkassel liegen die teuersten Wohnungen der Stadt. Foto: Kai Kitschenberg
Ein teures Pflaster. Am Rheinufer in Oberkassel liegen die teuersten Wohnungen der Stadt. Foto: Kai Kitschenberg
Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf. Wer eine billige Wohnung sucht, muss wohl nach Duisburg ziehen. Denn in Düsseldorf und anderen Großstädten brauche man „Geduld, Geld und Glück“, resümieren die Makler der Immobilienfirma Engel & Völkers in ihrem neuen Marktbericht und zitieren zur Beschreibung des Wohnungsmarkts Formulierungen wie „Mietwahnsinn“. Zudem wurde im Vergleich zu Köln, Hamburg und München die geringste Zahl von Neubauen registriert.

Laut Engel & Völkers gab es 2010 in der Landeshauptstadt nur 954 neue Wohnungen - in Köln waren es mehr als 2600, in München und in Hamburg mehr als 3500. Allerdings sind in München die Spitzenmieten in besten Lagen mit 14,50 bis 21,50 Euro auch höher als in Düsseldorf mit 11,50 bis 14,20 Euro (kalt) pro Quadratmeter, die etwa in Oberkassel, Stadtmitte oder Wittlaer erzielt werden.

Mangel bestätigt

Aber auch die Mieten in mittleren bis guten Lagen wie Urdenbach, Hubbelrath oder Stockum sind mit 8,50 bis 12,30 Euro höher als in Köln, wo sie im Schnitt bei 6,80 bis 11,60 Euro liegen. In Duisburg beträgt die Spitzenmiete nur 8,20 Euro, der geringste Mietzins liegt bei 3,50 Euro.

Die Makler bestätigen einen Wohnungsmangel und steigende Preise bei zunehmender Nachfrage in vielen Groß- und vor allem Universitätsstädten wie Düsseldorf.

Was die Immobilienbesitzer freuen dürfte: Die Kaufpreise liegen im Schnitt bereits bei 19 Jahresmieten, je nach Stadtteil zwischen dem elffachen und 22-fachen der Jahresmiete.