Unterschrift für „Einer von uns“

Monheim..  Verbrauchende Embryonenforschung sowie Klonen dürfen aus Sicht des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) nicht länger mit Steuergeldern der EU finanziert werden. „Embryonen sind kein Rohstoff, sondern menschliches Leben in seinem Anfangsstadium“, sagt Herbert Süß, der Vorsitzende der KKV-Ortsgemeinschaft Monheim.

Er ruft alle Monheimer dazu auf, sich an der Unterschriftenaktion der Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ (One of us) zu beteiligen. Entsprechende Listen liegen in allen katholischen Kirchen in Monheim aus. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, unter www.1-von-uns.de auch auf elektronischem Wege sein Votum abzugeben oder die Unterschriftenlisten herunterzuladen und auszudrucken.

„Mit dem Erfolg der Europäischen Bürgerinitiative, die auch von Papst Franziskus unterstützt wird und vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner bereits unterzeichnet wurde, kann der Lebensschutz in Europa erheblich gestärkt werden“, betont Süß. Gleichzeitig könne die EU unter Beweis stellen, dass verantwortungsvolle Forschung keine Leerformel sei, sondern europaweit gelte.

Damit sich die EU-Kommission und das Europaparlament mit den Lebensschutzforderungen befassen müssen, benötigt die Initiative bis zum 31. Oktober 2013 eine Million Unterschriften in mindestens sieben verschiedenen Ländern. Für jedes Land gibt es ein Quorum. Für Deutschland liegt es bei 74 250. Knapp 869 000 Unterschriften sind europaweit bereits gesammelt. Deutschland hat bisher rund 43 400 erreicht.

Süß erinnert daran, dass der KKV immer wieder für eine Menschenwürde ohne Wenn und Aber plädiere. Da der Mensch sich von der Befruchtung an „als“ Mensch und nicht „zum“ Mensch entwickelt, müsse dieser Schutz von diesem Zeitpunkt an gelten. Alles andere sei nur eine willkürliche Festlegung. Dies habe auch der Europäische Gerichtshof im Oktober 2011 festgestellt: „Hiernach ist der Mensch ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch.“ Demzufolge dürfe es beim Lebensrecht keinen Kompromiss geben.

Die EU sei vielmehr gefordert, das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu schützen. „Deshalb müssen die EU-Gelder für Embryonenversuche und Klonen gestoppt werden“, betont der Monheimer KKV-Vorsitzende und fügt hinzu: „Nur verantwortungsvolle Forschung darf in Europa eine Zukunft haben.“

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