Transsexuelle darf nicht wie die Düsseldorfer Prachtmeile „Kö“ heißen

Alicia K. verlor ihre Klage.
Alicia K. verlor ihre Klage.
Foto: WAZ FotoPool
Der Name „Kö“ ist für Düsseldorfs Prachtmeile reserviert, Menschen dürfen so nicht heißen. Das entschied am Donnerstag das Verwaltungsgericht und gab damit der Stadt Recht. Die hatte einer Antragstellerin die Änderung ihres Nachnamens in „Kö“ verweigert.

Düsseldorf. Alicia K. begann ein neues Leben, als sie durch eine Geschlechtsumwandlung vom Mann zur Frau wurde. Nun wollte sie nicht nur weibliche Vornamen, sondern auch einen neuen Nachnamen. Als die Stadt ihren Antrag ablehnte, klagte sie vor dem Verwaltungsgericht.

Bürger dürfen ihre Nachnamen aus wichtigen Gründen ändern, so das Gericht. Dazu zählen Heirat, Scheidung oder unangenehme Bedeutungen der Namen. Die Klägerin hatte mit ihrer traumatischen Kindheit argumentiert, von der sie sich mit dem Namen trennen wollte. Zwei Psychiater attestierten ihr die Belastung durch den Familiennamen. Das erkannte das Gericht auch an. Aber es gebe keinen Anrecht auf einen bestimmten Namen.

Ihre Wahl für „Kö“ begründete die Klägerin damit, ihre Initialen behalten und einen kurzen und leicht merkbaren Namen zu wollen. „König“, „Kaiser“ oder „Köhnen“ lehnte sie ab. Sie wolle Düsseldorfer Familien dieses Namens nicht damit belasten, auf die vermeintliche Verwandtschaft mit einer Transsexuellen angesprochen zu werden.

Das überzeugte das Gericht nicht. Es stimmte der Stadt zu, dass „Kö“ weltweit als der Name von Düsseldorfs Nobelmeile bekannt sei und daher nicht vergeben werden könne.

 
 

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