Tote kein Opfer eines Verbrechens

Rückzieher gestern Vormittag der Polizei: Die tote Frau, die in der Nacht zu vorgestern nach dem Brand in ihrer Gartenlaube an der Eduard-Schloemann-Straße von der Feuerwehr in den qualmenden Trümmern gefunden wurde, ist doch nicht durch ein Gewaltverbrechen gestorben. Das jedoch hatte die Polizei nach der Obduktion der 51-jährigen Düsseldorferin mitgeteilt. Der Pathologe hatte bei der Toten keinen Rauch in der Lunge festgestellt. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Frau bereits vor dem Ausbruch des Feuers tot gewesen sein muss, da sie keine verrauchte Luft mehr einatmen konnte. Außerdem wies sie äußerliche Verletzungen auf. Aufgrund dieser Aussagen richtete die Polizei eine Mordkommission ein und startete ihre Ermittlungen.

Nach dem sich dann noch einmal Ärzte, Brandsachverständige und Experten der Polizei zusammengesetzt hatten, stand das endgültige Ergebnisse fest: Kein Tötungsdelikt, sondern ein Unglücksfall. Und der soll sich nach den nun feststehenden Ermittlungen so abgespielt haben: In der Gartenlaube der 51-Jährigen in der Kleingartenanlage „Klein Düsseltal“ gab es in der Nacht zu Montag gegen 3 Uhr eine Verpuffung, anschließend ein Feuer, das die Laube in Schutt und Asche legte. Durch die Verpuffung mit heftiger Explosion schleuderten Trümmerteile durch die mit einem Blechdach gedeckte Laube, die der schlafenden Frau tödliche Verletzungen zufügten. Als dann das Feuer ausbrach, war die Frau also schon tot.

Warum die Verpuffung ausgelöst wurde, ist noch unklar. Die 51-jährige verwitwete Verwaltungsangestellte gehörte seit mehr als 25 Jahren dem Kleingartenverein an, soll aber am Vereinsleben nicht teilgenommen haben.

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