Thyssen-Krupp schließt Nirosta-Werk in Düsseldorf

Das Benrather Werk von Thyseen Krupp Nirosta schließt. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
Das Benrather Werk von Thyseen Krupp Nirosta schließt. Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

Düsseldorf.. Das Aus ist besiegelt: Thyssen-Krupp Nirosta schließt den 134 Jahre alten Standort in Düsseldorf-Benrath bis Ende 2015. Für die 535 Beschäftigten haben sich Betriebsrat und Unternehmensleitung auf einen Eckpunkte-Papier geeinigt.

Nach 134 Jahren macht Thyssen-Krupp das Nirosta-Werk in Düsseldorf-Benrath dicht. Den 535 Stahlmachern sollen entweder Arbeitsplätze bei Thyssen-Krupp Nirosta in Krefeld angeboten werden oder sie sollen in Alterszeit gehen. Der Düsseldorfer Süden verliert den nächsten Industriebetrieb, ohne dass dafür ein Ersatz in Sicht ist.

Der Betriebsratsvorsitzende Mustafa Sahin drängt auf den möglichst raschen Abschluss einer konkreten Betriebsvereinbarung: „Bei vielen meiner Kollegen geht es um die Existenz.“ Zusammen mit dem Aktionsbündnis Benrath hatten die Beschäftigten einen Alternativplan vorgelegt und bis zuletzt erhofft, den Industriestandort an der Hildener Straße erhalten zu können.

Senkung der Arbeitskosten

Dagegen setzt der Stahlkonzern kühle Rechnungen. Zwar steige die Nachfrage nach den in Benrath produzierten Edelstählen auf Ferrit-Basis. Sie werden zum Beispiel in Wasch- und Spülmaschinen eingebaut. Doch eine Aufteilung auf vier Produktionsstandorte - Bochum, Krefeld, Dillenburg und Benrath – sei „nicht mehr zeitgemäß“. Die Schließung in Düsseldorf und die Verlagerung der Produktion nach Krefeld senke die Arbeitskosten. Der Benrather Bezirksvorsteher Heinz-Leo Schutz bezeichnete die Schließung als „schweren Schlag“ für Benrath. Ebenso bestürzt äußerte sich Renate Rönnau von der Vereinigung der Einzelhändler Aktionsgemeinschaft Benrath.

 
 

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