Thomas Beckmann spielt Montag vor der Moschee

Erneut ruft das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ zu vielfältigen, bunten und kreativen Protesten gegen einen Aufzug der rassistischen „Dügida“ am kommenden Montag auf. Unterstützung erhält das Bündnis vom Stadtverband des DGB, der dem Bündnis seit gestern angehört. „Düsseldorfer kommen aus vielen unterschiedlichen Kulturen, und sie gehören alle zu unserer Stadt – aber Nazis haben in Düsseldorf keinen Platz“, hieß es gestern vom Bündnis. Darum rufen die Organisatoren alle Düsseldorfer auf, sich um 18.30 Uhr an einem Flashmob auf dem Mintropplatz zu beteiligen, bei dem symbolisch mit WC-Bürsten der braune Dreck wegputzen wird.

Mehrere Prominente sind am Montag bei der Gegendemo zu „Dügida“ dabei: So wird Cellist Thoams Beckmann ab 19 Uhr vor der Moschee an der Adersstraße spielen. Außerdem wird hier das Bild der Toleranz und des Respekts vor den einzelnen Religionen durch die Anwesenheit von Vertretern der Glaubensgemeinschaften zum Ausdruck gebracht. Teilnehmen an dem Besuch in der Moschee werden Michael Szentei-Heise, jüdische Gemeinde, Dalinc Dereköy, Vorsitzender des Kreises der muslimischen Verbände in Düsseldorf, Henrike Tetz, Superintendentin der evangelischen Kirche, Michael Hänsch, Katholische Kirche in Düsseldorf, Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke (SPD), Sigrid Wolf, DGB Vorsitzende Düsseldorf, Mona Neubaur, Landesvorsitzende der Grünen, Özlem Alev Demirel, Landessprecherin die Linke, Torsten Nagel und Oliver Ongaro vom Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“.

Das Bündnis begrüßte gestern ausdrücklich die polizeilichen Auflagen gegen „Dügida“ und fordert für alle Protestkundgebungen einen uneingeschränkten Zugang für die Gegendemonstranten. Besonders für die Kundgebung an der Mintropstraße erwartet das Bündnis einen deeskalierenden und besonnenen Polizeieinsatz. Hier gab es vergangene Woche Beschwerden von Gegendemonstranten über das Verhalten der Polizei.

 
 

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