Theater Flin braucht neue Räume

Das Theater Flin an der Ackerstraße in Düsseldorf Flingern am Dienstag den 04.02.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool
Das Theater Flin an der Ackerstraße in Düsseldorf Flingern am Dienstag den 04.02.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool
Foto: Lars Heidrich

Flingern..  Ausgebucht – bis End Februar gibt es kaum noch Karten für Vorstellungen des „Theater Flin“ an der Ackerstraße 144. „Wir sind durchgängig zu 90 Prozent ausgelastet“, freut sich Philipp Kohlen-Priebe, der mit Partner Oliver Priebe das Kleinkunsttheater seit über zehn Jahren managt. Doch obwohl alle Produktionen bis Silvester diesen Jahres stehen und wohl auch einen so großen Zuspruch wie die jetzigen Veranstaltungen haben - das „charmante Kleinkunsttheater“ in Flingern braucht möglichst schnell neue Räume. Denn nächstes Jahr wird das Areal an der Ackerstraße 144 wie berichtet abgerissen.

Der Haken: Für die kommende Spielzeit 2015 müssen schon jetzt die Planungen laufen und Verträge mit Künstlern geschlossen werden. Der 58-jährige Kohlen-Priebe, der schon seit Jahrzehnten die Kulturszene mitgestaltet hat, befürchtet schon, dass ihm die Besucher weglaufen, wenn die Abrisspläne bekannt werden: „Bis 31. Dezember können wir alle Termine garantieren“, versichert er.

Auf dem Hinterhof der Ackerstraße 144 residiert unter anderem auch die Frauenberatungsstelle. Aber die braucht nur neue Büros. Das Theater dagegen muss größere Maßstäbe anlegen: Gesucht werden rund 400 Quadratmeter, die auch im Hinterhof liegen können. Aber zumindest ein Teil muss im Minimum vier Meter hoch sein. „Lüftung und Scheinwerfer können wir ja nicht knapp über den Köpfen von Zuschauern anbringen“, scherzt Kohlen-Priebe. Auch der Brandschutz wird in neuen Räumen ein Problem werden, weiß er. Und ein gemieteter Saal im neuen Kulturbahnhof Gerresheim, den einige vorgeschlagen hatten, wäre für das Theater zu teuer. Die Kulturverwaltung der Stadt hat bisher nichts dazu geäußert.

Übrigens: Wer Karten zu den Vorstellungen haben möchte, sollte sehr frühzeitig reservieren. Das Theater mit seinen 75 Plätzen hatte Kohlen-Priebe mit seinem Partner 2004 übernommen und umgebaut. Inzwischen sind Produktionen und Schauspieler, darunter auch Oliver Priebe in „Fast Faust“, mit mehreren Preisen der Theaterkritiker NRW ausgezeichnet worden.

Infos: www.theaterflin.de

EURE FAVORITEN