Stadt soll endlich Ulmer Höh’ kaufen

Götz Middeldorf
Verriegelt und verrammelt ist das ehemalige Gefängnis-Glände an der Ulmenstraße. Die statdteigene SWD, so die Vorstellung der SPD, soll hier preiswerte Wohnungen bauen.
Verriegelt und verrammelt ist das ehemalige Gefängnis-Glände an der Ulmenstraße. Die statdteigene SWD, so die Vorstellung der SPD, soll hier preiswerte Wohnungen bauen.
Foto: WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Nach Plänen der Düsseldorfer SPD sollen auf dem ehemaligen Gefängnis-Gelände bis zu 600, teils preisgünstige Wohnungen, gebaut werden.

Nichts passiert auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses „Ulmer Höh’“. Das nervt Thomas Geisel. Der Oberbürgermeister-Kandidat der SPD fordert die Stadt daher auf, das Gelände schnell zu kaufen und dort preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Ein entsprechendes Kaufangebot des Landes liegt vor. Das bestätigte auch der Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Markus Weske: „Das Land hat ein Gesetz beschlossen, wonach es ohne öffentliche Ausschreibung an Gemeinden Grundstücke für die Errichtung von öffentlich geförderten Wohnraum verkaufen kann.“ Der Verkaufspreis wird zwar gutachterlich ermittelt, liege aber unter den üblichen Höchstgeboten. Das Grundstück sei daher für „’nen Apple und ‘nen Ei“ zu bekommen.

Doch die Stadt, so der Vorwurf von Thomas Geisel und der SPD, handelt nicht. Hier werde eine Chance für den Wohnungsbau in Düsseldorf vertan. Für Matthias Herz, wohnungspolitischer Sprecher der SPD, steht fest: „Das ist auch gar nicht gewollt. Hier wurde nicht einmal Baurecht geschaffen. Bei der Stadt und der derzeitigen Stadtrats-Mehrheit ist der wirkliche Wille nicht vorhanden, mehr preiswerten Wohnraum in Düsseldorf zur Verfügung zu stellen.“

Für Thomas Geisel sind auf dem Gefängnis-Gelände an der Ulmenstraße 450 bis 500 Wohnungen denkbar, eine spätere Nachverdichtung auf 600 Wohnungen ist möglich. Ganz wichtig: „Hier sollen bis zu 40 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen geschaffen werden. Das bringt günstige Mieten, so dass sich auch Normalverdiener Wohnen in Düsseldorf leisten können.“

Markus Weske macht darauf aufmerksam, dass das Land in Düsseldorf „ein gutes Dutzend“ weitere Grundstücke zum günstigen Preis anbieten werde, unter anderem das ehemalige Gebäude von IT NRW an der Grafenberger Allee.

Für Thomas Geisel steht fest, dass die Stadt als künftiger Eigentümer der Ulmer Höh’ oder anderer bisher landeseigenen Flächen die Fäden in der Hand behalten und die Verpflichtung zum preisgünstigen Wohnen eingehen muss: „Die städtische Wohnungsgesellschaft SWD ist das richtige Instrument für die Umsetzung.“