„Stadt darf nicht zur Beute werden“

SPD-Chef Andreas Rimkus und der OB-Kandidat der SPD, Thomas Geisel
SPD-Chef Andreas Rimkus und der OB-Kandidat der SPD, Thomas Geisel
Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf..  Schön bunt, verziert mit Düsseldorf-Zeichnungen und locker-flockig geschrieben präsentiert sich das Kommunalwahl-Programm der SPD. Das wurde mit dem Titel „Zukunftsbilder Düsseldorf - Stadt für alle“ nach wochenlanger Vorarbeit Freitagabend einstimmig beim Parteitag verabschiedet. Zwei der Schwerpunkte liegen auf der Stärkung der Stadtteile und auf dem Thema Wohnen und Mieten.

„Geht raus in die Stadtteile“

Mit dem Programm mit 14 zentralen Wahlkampfaussagen startet die Düsseldorfer SPD in den Kommunlwahlkampf. „Geht raus in die Stadtteile“, forderte Ratsherr Martin Volkenrath, der Leiter der Programm-Kommission, seine Parteifreunde zum Wahlkampf auf. In Richtung CDU und FDP sagte er: „Zieht Euch warm an, die Sozen sind saugut.“

Davon wollten auch Partei-Chef Andreas Rimkus und OB-Kandidat Thomas Geisel überzeugen. „Die Bürger wollen den Wechsel - und die Stadt braucht ihn auch“, redete sich Rimkus in Rage. Die SPD sei die Bürger- und Volkspartei in Düsseldorf, „Noch-OB“ Elbers (CDU) dagegen überlasse die Stadt zu oft Planern und Investoren. Die Elbers-Aussage, wer sich Düsseldorf nicht leisten könne, solle in die Region ziehen, bezeichnete Rimkus als „Schweinerei“.

Auch Thomas Geisel gab sich kämpferisch und verstärkte seinen Konfrontationskurs: „Wir wollen die soziale Spaltung stoppen, die sich in den letzten 15 Jahren in dieser Stadt ergeben hat.“ Deswegen sei Wohnen ein zentrales Thema im Wahlprogramm. CDU und FDP warf Geisel bei diesem Thema Dreistigkeit, Dickfelligkeit und blanken Zynismus vor: „Das Gleichgewicht an Angebot und Nachfrage stimmt nicht mehr, deswegen steigen die Preise so stark.“ Es werde zu wenig gebaut, und wenn, nur im Luxussegment. Gleichzeitig werde in Prunk- und Protzbauten in der City investiert, während die Stadtteile vernachlässigt werden.

„Die Sozen sind saugut“

Riesen-Applaus erntete Geisel für diese Aussage: „Ich will nicht, dass diese Stadt die Beute einer Partei oder einer Person ist!“

Die Sozialdemokraten hörten die Reden gerne, ließen sich mitreißen und gehen hochmotiviert in den Wahlkampf. Doch ein Problem bleibt, wie es ein Delegierter sagte: „Wie überzeugen wir die Wähler? Elbers, CDU und FDP haben es bisher geschafft, die Probleme galant zu überdecken...“

 

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