Schrill und schillernder Christopher-Street-Day

Nur in Badehose zog der schwule Schwimmverein „Düsseldorfer Dolphins“ seine Bahnen durch die Stadt.
Nur in Badehose zog der schwule Schwimmverein „Düsseldorfer Dolphins“ seine Bahnen durch die Stadt.
Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.  Parade und Straßenfest für Toleranz und Akzeptanz Homosexuelle am Pfingst-Wochenende in Düsseldorf.

„Also, Petrus muss schwul oder lesbisch sein“, lachte Käthe Köstlich, während sie begeistert gen Sonnenstrahlen und blauen Himmel schaute – passend zur Demo-Parade des Christopher-Street-Days (CSD) erstrahlte Düsseldorf in sommerlichen Temperaturen. Zahlreiche Initiativen, Vereine aber auch Parteien starteten am Sonntag vom Graf-Adolf-Platz gemeinsam durch die Stadt, um gegen Homophobie und für mehr Toleranz und Akzeptanz zu demonstrieren.

Etwa 20 Gruppen, darunter die KG Regenbogen, DGB Jugend, Aids-Hilfe, SchLau Düsseldorf sowie SPD, Grüne, Linke und die Piratenpartei, waren beim Zug über Königsallee durch die Altstadt bis zum Johannes-Rau-Platz dabei. Bereits zum 10. Mal gab es die Demo-Parade in Düsseldorf statt. Während der KG Regenbogen im bunten Federnkleid wie Paradiesvögel durch die Stadt zogen, hatte der Tanzsportclub Contakt eine ganze Choreographie für die Parade ausgearbeitet. Unterstützt wurden die Fußtruppen von den Demowagen, die mit lauter Musik auf sich aufmerksam machten.

Die Grünen zogen in einer Art Kinderwagen-Corso los. „Wir wollen damit für die Adoptionsrechte von gleichgeschlechtlichen Paaren kämpfen“, erklärte Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur. Sie sieht in Düsseldorf durchaus Handlungsbedarf, wenn es um Toleranz und Akzeptanz gegenüber Homosexualität geht. „Das ist auch wieder im Rahmen des CSD zu erkennen. Es ist normalerweise üblich, dass am CSD die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst wird. Herr Elbers hat das nicht gemacht“, so Neubaur. Auch die SPD war mit einem Wagen vertreten: „Wir sind für hundertprozentige Gleichstellung“, fordert der Vorsitzende Andreas Rimkus.

Die Parade des CSD wurde bis zum Johannes-Rau-Platz von begeisterten Zuschauern verfolgt. Der Weg durch die Altstadt sorgte auch für Aufmerksamkeit bei den Jazz-Rally-Besuchern, auch wenn wegen der Parade der ein oder andere Auftritt pausieren musste.

Am Platz vor dem Apollo endete zwar der Zug, damit aber nicht das bunte Treiben. Zwischen Infoständen, Schmuck- und Kunsthändlern sowie kulinarischen Köstlichkeiten, wurde der CSD weiter gefeiert. Für gute Stimmung sorgte dabei das Bühnenprogramm. Das wartete unter anderem mit einem Auftritt des KG Regenbogen auf. Politische Statements gab es unter anderem von SPD-Chef Rimkus und Volker Beck, Geschäftsführer und menschenpolitischen Sprechers der Bundestags-Fraktion der Grünen.

Viele Fotos im Internet:
www.nrz.de/duesseldorf

 
 

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