Schöne Aussichten für 2014?

Hilden.  Erneut greift die charismatische Dame im roten Blazer in ihre Tasche. Mit breitem Grinsen und ausladenden Handbewegungen präsentiert sie einer Damenrunde die eckige Frischhaltedose mit knallbuntem Deckel. Auf die Tupperware antworten die anwesend Frauen mit Salzstangen und Sektgläsern in der Hand mit einem euphorisch kreischenden „Aaaaah“. Immer wieder stellen die Damen mit quietschenden Lauten das Ohr des Zuschauers auf die Probe, bis es schließlich auch den Ehemann auf der Bühne reicht und er dem Treiben ein Ende setzt.

Die skurrile Tupperparty stammt aus dem neuen Programm der Hildener Kabarettgruppe „fettweg“. Ab dem 21. März präsentiert die elfköpfige Truppe im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums ihre Revue.

Lange wurde in den Räumen an der Benrather Straße 32 geprobt. Jeder der Hobby-Kabarettisten ist sowohl auf der Bühne aktiv als auch dahinter. „Wir haben nicht einen Regisseur oder einen Texter, der das Programm festlegt. Wir kreieren alle Stücke zusammen“, erklärt Monika von Jakubowski. Sie gründete 2008 mit anderen Revue-Fans die Kabarettgruppe. Im vergangenen Jahr formierte sich „fettweg“ neu und stellte ihr aktuelles Programm auf die Beine. „Jetzt sind wir eine buntgemischte Truppe im Alter von 44 bis 70 Jahren. Davon können wir auf der Bühne nur profitieren“, erklärt von Jakubowski.

Das aktuelle Programm der Kabarettgruppe „Schöne Aussichten?“ ist eine Mischung aus kabarettistischen Stücken und Musikeinlagen. Alle Sketche und Lieder wurden von „fettweg“-Mitgliedern selbst geschrieben. In den zwei Stunden werden politische und gesellschaftliche Themen mit Charme und Humor unter die Lupe genommen. So nehmen die Kabarettisten die Ausbeutung der Privatpatienten, die Gaspipeline, die Servicewüste Deutschland, aber auch einiges aus dem Lokalkolorit in den Fokus.

Die Premierenvorstellung ist am kommenden Freitag um 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen sind am 22. März, 23. März und 24. März, jeweils um 19.30 Uhr. Die Tickets kosten zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Restkarten sind noch an der Abendkasse im Wilhelm-Fabry-Museum erhältlich.

 
 

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