Sanierung läuft planmäßig

Die Animation zeigt das künftige Glasmacherviertel.
Die Animation zeigt das künftige Glasmacherviertel.
Foto: Patrizia
Viel Aktion auf dem ehemaligen Glashütten-Gelände in Gerresheim. Die Sanierungsarbeiten haben am 1. September begonnen (NRZ berichtete) und sind in vollem Gang. Von dem Gebäude 320/321, direkt an der Bahntrasse gelegen, stehen nur noch die letzten Reste.

Düsseldorf..  . Es ist das letzte Hochbauwerk, dass auf dem Industriegrundstück abgerissen wird. Es steht neben den drei denkmalgeschützten Gebäuden Elektrozentrale, Kesselhaus und gläserner Wasserturm, die in das neue Quartier eingebunden werden. Parallel zum Abriss des Gebäudes 320/321 wurden unterirdische Kellerbauten und Versorgungsleitungen entfernt. Im Anschluss an diese Arbeiten werden alle Schadstoffe abgetragen und vom Gelände entfernt.

Der nächste Schritt ist die Bodensanierung auf dem 200 000 Quadratmeter großen Areal. Nach optimistischer Einschätzung von Gudrun Piesczek, bei der Patrizia Immobilien AG Projektleiterin für die Entwicklung des Glasmacherviertels, kann in gut zwei Jahren mit dem Start der ersten Hochbauarbeiten gerechnet werden.

Die Patrizia plant auf dem ehemaligen Gelände der Glashütte, die hier bis 2005 produzierte, ein neues Wohnquartier mit etwa 40 drei- bis viergeschosssigen Häusern mit etwa 1400 Wohnungen. Gemäß des geltenden Stadtratsbeschlusses werden 20 Prozent der Wohnungen sozialgefördert sein, weitere 20 Prozent gelten als „preisgedämpft“. In dem neuen Wohnquartier, das den Gerresheimer Süden erheblich aufwerten wird, sind auch zwei Kitas und ein Einkaufszentrum geplant. Die Interessengemeinschaft „Gerresheim-Süd verbinden“ fordert auf dem Gelände auch die Ansiedlung von Gewerbe. zum einen, damit das neue Quartier keine Schlafstadt wird. Zum anderen, weil nach der Schließung der Glashütte hunderte Arbeitsplätze fehlen.

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