Raubserie auf Senioren in Düsseldorf - schon 17 Überfälle

Die Räuber werden immer dreister, bieten ihre Hilfe beim Tragen der Einkaufstasche an und überfallen die Seniorinnen im Hausflur.
Die Räuber werden immer dreister, bieten ihre Hilfe beim Tragen der Einkaufstasche an und überfallen die Seniorinnen im Hausflur.
Foto: Andreas Bartel
Die Polizei Düsseldorf rät Seniorinnen davon ab, derzeit auf der Straße sichtbaren Schmuck zu tragen. Grund ist eine Raubserie, die Ende April begann.

Düsseldorf.. 17 Überfälle in fünf Wochen – das ist die schockierende Bilanz einer Raubserie im Düsseldorfer Norden. Angefangen hatten die Überfälle am 20. April an der Ulmenstraße in Derendorf. Dort war eine 85-Jährige ausgeraubt worden, nachdem sie einen vermeintlichen Handwerker in die Wohnung gelassen hatte.

Der Täter drängte die Seniorin brutal zu Boden, fesselte sie mit Klebeband und machte sich dann mit Geld und Schmuck davon. „Die Täter sind Menschen die üblicherweise eine offene Auseinandersetzung mit dem Opfer vermeiden. Sie setzen auf Überraschung, Körperkraft und Schnelligkeit“, sagt Dirk Sybert, Leiter des „Einsatzkommando Band“, das die Polizei Anfang vergangener Woche gebildet hat und nun auf intensiver Tätersuche ist.

Kostenlose Infoveranstaltung mit Ratschlägen

Die Räuber werden immer dreister, bieten ihre Hilfe beim Tragen der Einkaufstasche an und überfallen die Seniorinnen im Hausflur. Oft werden dem Opfer dann schnell Halskette oder Ohrringe entrissen. Phantombilder werden derzeit von der Polizei erstellt und in den nächsten Tagen veröffentlicht, es soll sich demnach um verschiedene Täter handeln. Potenzielle Opfer können sich jedoch schützen: Auf das Tragen einer Handtasche sollte verzichtet und Schmuck verdeckt getragen werden. Auf Verfolger oder Beobachter sollte geachtet werden, es wird geraten auf sich aufmerksam zu machen und zur Not die Polizei zu rufen. Ganz wichtig ist, nach einem Überfall sofort die Beamten zu verständigen.

Die Polizei bietet im Rahmen der gegenwärtigen Überfälle eine kostenlose Infoveranstaltung mit Ratschlägen zu Prävention, Schutz und Sicherheit. Die findet am morgigen Freitag um 11 Uhr im zentrum plus Rath, Westfalenstraße 26, statt.

 
 

EURE FAVORITEN