Räuber müssen nach Geldboten-Überfall in Düsseldorf ins Gefängnis

Bei dem Überfall auf den Geschäftsführer eines Hafenlokals in Düsseldorf erbeutete mehrere Kriminelle 50.000 Euro. Aber die Polizei kam den Kriminellen auf die Spur. Das Landgericht verurteilte drei der Räuber nun zu Gefängnisstrafen. Zwei weiteren Beschuldigten wird demnächst der Prozess gemacht.

Düsseldorf.. Es war ein genau ausgetüftelter Plan, aber er ging nicht auf: Zwar erbeuteten sie mit einem Überfall auf den Geschäftsführer eines Hafenlokals 50.000 Euro. Aber die Polizei kam ihnen auf die Spur. Jetzt verurteilte das Landgericht drei Beteiligte zu Haftstrafen.

Auf dem Weg zum Sitz der Gastronomie-Firma in Hubbelrath war der 42-jährige Geschäftsführer am 2. Januar von einem Auto ausgebremst und von zwei Männern mit einer Pistole aus seinem Wagen gezerrt worden. Dann nahmen sie die Silvester-Einnahmen von insgesamt vier Lokalen aus dem Auto und fuhren davon.

Doch Passanten hatten den Wagen der Räuber gesehen, über das Kennzeichen des Mietwagens kamen die Ermittler den Tätern auf die Spur. Sie fassten zunächst die Automieterin (35), die als Aushilfe in einem der betroffenen Lokale arbeitete, und ihren Bekannten (37), der dort Stammgast und mit einem weiteren Mitarbeiter befreundet war. Die beiden verrieten einen 33-Jährigen, der mit seinem Bruder den Geschäftsführer aus dem Auto gezerrt und das Geld genommen hatte.

Angeklagte nannten die Namen der Mittäter

Das Auto der Täter hatte der 37-Jährige gefahren. Die 35-Jährige hatte mit einem weiteren Mittäter das Opfer abgepasst, um das Startzeichen für den Überfall zu geben. Dass der 42-Jährige mit dem Geld kommen würde, hatten sie von ihrem Komplizen gewusst, der an dem Tag arbeitete, die Abfahrt des Chefs ohne Begleitung melden konnte.

Das Landgericht verurteilte den 37-Jährigen zu dreieinhalb Jahren, die 35-Jährige zu einem Jahr und neun Monaten Haft. Der 33-jährige Räuber, der den Überfall mit seinem Bruder beging, muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Dabei rechnete das Gericht den Angeklagten an, dass sie jeweils weitere Mittäter nannten. Dem zweiten Bruder und dem weiteren Mitarbeiter des Lokals wird demnächst der Prozess gemacht.

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