Radler sollen fehlende Radwege aufzeigen

Rüdiger Hoff

Der Titel klingt drastisch. Die Kampagne „Düsseldorf braucht Rad“ hat eine neue, interaktive „Karte des Grauens“ erstellt. Auf der Internetseite www.duesseldorf-braucht-rad.de können Pedaleure jetzt ihre Hinweise zu fehlenden oder schlechten Radwegen, aber auch positive Beispiel in einem interaktiven Stadtplan zeigen. Diese neue Beteiligungsform ist bereits auf ein großes Echo gestoßen: Bislang wurden schon über 125 Stellen markiert.

Mit den gesammelten Einträgen will die Kampagne aufzeigen, dass Düsseldorf an vielen Stellen noch nicht radfreundlich ist. Insbesondere fehlende Verbindungen, schlecht gebaute Wege und zugeparkte Strecken machten das Radfahren in etlichen Teilen der Stadt unkomfortabel, umständlich und teilweise gefährlich. Genannt werden zum Beispiel die Bilker Allee, der Stresemannplatz und die Ellerstraße.

Auch Positivbeispiele aufgezeigt

„Gleichzeitig verdeutlichen die in der Karte aufgezeigten guten Beispiele und positive Veränderungen auch, dass es besser geht. Dabei geht es meist um breite, deutlich gekennzeichnete Radwege“, betont Annegret Ott von den Grünen.

Diese haben die Kampagnen „Düsseldorf braucht Rad“ ins Leben gerufen. Daran sollen sich aber auch Radfahrer unabhängig von Parteigrenzen beteiligen.

„Die gesammelten Hinweise werten wir aus und gehen konkrete Verbesserungen Schritt für Schritt an. Und zwar im Kontakt mit der Verwaltung, über die Bezirksvertretungen und den städtischen Ordnungs- und Verkehrsausschuss“, sagt Ott.

Komfortabler und sicherer

Einige Lösungsmöglichkeiten haben die Grünen bereits im Angebot, zum Beispiel für unübersichtliche Situation auf der Jägerhofstraße: Der Radstreifen in Richtung Innenstadt soll vor der Kreuzung Jägerhofstraße rot eingefärbt und auf die Geradeausspur geführt werden, mit leicht vorgezogener Aufstellfläche. Für Radler, die rechts abbiegen wollen, wird ebenfalls eine rot eingefärbte, vorgezogene Aufstellfläche auf der Rechtsabbiegespur markiert.

Der Radstreifen wird über die Kreuzung hinaus fortgesetzt, die vorhandenen zwei Fahrspuren werden dafür zu einer überbreiten Spur zusammengelegt. „Dann können Radler dort komfortabler und sicherer fahren“, betont Ott.