Plötzlich ist die alte Laterne weg

Demontiert: Die alten Gasleuchten auf diesem Kandelaber in Gerresheim. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool
Demontiert: Die alten Gasleuchten auf diesem Kandelaber in Gerresheim. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Gerresheim. . Ja, wo hängen sie denn, die schönen alten Gasleuchten? Das fragen sich manche Gerresheimer, die verdutzt vor dem nackten Kandelaber am Stadtwerke-Betriebsgelände „Auf der Hardt“ stehen bleiben. Die Lampen auf dem Mast sind abmontiert.

„Das ist kein Einzelfall“ erklärt Georg Schumacher von der Initiative „Pro Gaslicht“, die sich für den Erhalt des Laternen-Netzes in der Stadt einsetzt. In den vergangenen Monaten seien etwa 50 Leuchten abgebaut worden, darunter auch die historischen Typen „Alt-Düsseldorf“ und „Frankfurter Modell.“ „Dabei hatte die Stadt uns versprochen, dass bis zum Ratsbeschluss nichts verändert wird“, so Schumacher.

„Wir wurden belogen“, schimpft die Vorsitzende von „Pro Gaslicht e.V.“ Auch in der Altstadt seien alte Laternen durch Imitate mit Elektrolicht ausgetauscht worden, so auf der Akademiestraße. Betroffen sind u.a. die Unterrather Straße, die Straße „Auf den Gathen“, der Fechner- und der Geißlerweg in Wersten, die Ickerswarder Straße in Himmelgeist und die Begonienstraße in Stockum.

Der Rat wird am Donnerstag entscheiden, ob die geplante Umrüstung von zunächst 1400 der über 16 000 Gaslaternen erfolgt. Das städtische Verkehrsdezernat will mit dem Programm die Energiekosten für die Straßenbeleuchtung deutlich senken.

 
 

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