Paddys Bilder mit Botschaft

Dank der Betrachtung seiner Malerei zum inneren Frieden finden – So kann verknappt das Anliegen Paddy Kellys ausgedrückt werden. Am 17. und 18. Mai lädt der drittjüngste Spross der Musikanten-Familie um 20 Uhr zur „ArtPeace“-Veranstaltung in die Bunkerkirche ein.

„Ich bin eine kleine Ameise im Vergleich zu Pastor Klinkhammer“, bekennt Kelly in Sachen Friedensaktionen. Carl Klinkhammer hatte nach dem zweiten Weltkrieg dafür gesorgt, dass aus dem Heerdter Luftschutzbunker eine Kirche wurde. Gleichzeitig betont Kelly, dass er keinesfalls das Genre wechseln wolle, er sei Musiker und seine Malerei eine private Angelegenheit. Im Prinzip. Denn sein Galerist Thomas Stock, dem nach eigenem Bekunden die Kelly-Family zuvor kein Begriff gewesen sei, ist von Paddy Kellys Oevre so überzeugt, dass er den frisch verheirateten Künstler unter seine Fittiche genommen hat und nun vermarktet.

Ein Bild für 100 Euro

Kelly malt seit 1990. In seinen Motiven, die er mit Pinsel, Marker oder Stiften auf Papier, Pappe und Leinwand bannt, geht es ihm primär um die Aussage denn um die Technik. Letztere wird von Stock als Mischung aus steinzeitlicher Malerei und Streetart tituliert. Sie passe, niemand überrascht das, in keine Schublade.

Für das Kirchenevent sind 33 der Arbeiten als Druck vervielfältigt worden, limitiert auf jeweils 150 Exemplare. Die Preise für die nummerieren und signierten Arbeiten starten bei 100 Euro, ein Teil der Erlöse geht an die Bunkerkirche sowie an das Caritas-Projekt „Guinea Bissau: Radio für den Frieden“.

Sechs Jahre im Kloster

Sechs Jahre hat Paddy Kelly in einem französischem Kloster gelebt. Darum erscheint seine Religiösität und sein Friedensengagement via „ArtPeace“ authentisch. Er beklagt den Burn Out, den inneren Stress und das Fehlen des inneren Friedens bei den Menschen. Dennoch lässt er es sich nicht nehmen, bei der Vorstellung seines friedfertigen Projekts gegen seine Geschwister Maite und Joey zu sticheln. In ganz kleinen Nebensätzen natürlich. Das mit dem inneren Frieden seinem Nächsten gegenüber ist und beleibt offenkundig eine schwierige Sache. Sympathisch ist seine Zurückhaltung beim Bewerten seiner darstellenden Kunst. „St. Therese de Lisieux“ heißt eines seiner Bilder. Es zeigt eine mit simplen Stichen gemalte Nonne mit Apfelbäcken und Strahlenkranz. Kelly glaubt fest daran, dass Kunst Frieden schaffen könne, auch als Tropfen auf den heißen Stein. „Viele einzelne Tropfen können den Stein abkühlen“, ist seine Haltung dazu.

 
 

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