OSD-Einsatz am Elbsee

Teenager hatten sich am Himmelfahrtstag ausgerechnet die Insel im Elbsee als „Campingplatz“ ausgesucht - und damit einen Einsatz des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) ausgelöst, und der kann für die jungen Leute im Nachhinein auch noch sehr teuer werden.

Angler hatten sich am Abend beim OSD darüber beschwert, dass sie von der Landseite am See Menschen in einem Schlauchboot beobachtet hatten, die mit Proviant und Zelt zur Insel unterwegs waren. Selbst das bloße Betreten der Insel ist aber verboten, da sie im Naturschutzgebiet liegt und ein Refugium für gefährdete Tiere und Pflanzen darstellt.

Die städtischen Kräften gingen der Beschwerde nach und zogen auch noch die Feuerwehr hinzu, die sie mit einem Boot zur Insel brachten. Dort fanden sie zunächst das Zelt, Schlafsäcke, Isomatten und Rucksäcke. Die OSD-Mitarbeiter forderten die Camper schließlich per Zuruf auf, sich zu stellen. Schließlich kamen vier Teenager, zwei Mädchen, je 16 Jahre alt, und zwei Jungen im Alter von 17 und 19 Jahren, aus dem Gebüsch. Sie erklärten zerknirscht „Es tut uns leid“ und entschuldigten sich mehrfach. Die Jugendlichen gaben an, dass noch zwei weitere Freunde auf der Insel waren, die aber inzwischen mit dem Boot geflüchtet waren. Das Boot wurde am Ufer des Sees gefunden.

Unangenehm: Die vier Teenager wurden später von den OSD-Kräften ihren Eltern übergeben. Die Kosten des Einsatzes, an dem auch ein Löschzug der Feuerwehr beteiligt war, werden ihnen nun in Rechnung gestellt.

 

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