Oben drauf Bäume, Bäume, Bäume

Foto: Sergej Lepke / WAZ Fotopool

Düsseldorf. Wie sehen die Straßen aus, wenn die Wehrhahnlinie ab 2014 im Tunnel rollt und oben die Straßenbahnschienen wegfallen?

Die SPD will dazu ein Werkstattverfahren „für den südlichen Zweig der Wehrhahn-Linie von der Altstadt nach Bilk beantragen“, bevor die Verwaltung fertige Planungspapiere vorlege, so Matthias Herz, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Denn nach einer Diskussion mit Anliegern und SPD-Ratsmitgliedern am Montagabend im Bürgersaal an der Bachstraße kamen bereits etliche Wünsche für die Gestaltung von Friedrich- und Elisabethstraße sowie Kasernen -und Breite Straße zusammen. Für die Schadowstraße ist ein Werkstattverfahren, wie berichtet, bereits gestartet.

Grüne Achse mit Radwegen

Für Anliegerin Irene Scheunemann war klar: „Auf die Friedrichstraße müssen Bäume und gemütliche Sitzecken. Wer Einkaufen geht, will sich ja auch mal ausruhen.“ Und Fotografin Nicole Teuber, die ein Studio am Kirchplatz betreibt, wünschte sich „viel Grün, neue Radwege, aber auch genügend Parkplätze. Ich find’s übrigens sehr spannend, hier öffentlich zu fragen, wie können wir das alles sinnvoll gestalten?“

Landschaftsarchitekt Sebastian Fürst hatte zu Beginn, „um ein wenig zu provozieren“, Vorschläge geäußert: „Auf Friedrich- und Elisabethstraße werden beim Wegfall der Gleise vier Meter frei. Also kann man die Radwege auf die Elisabethstraße verlagern.“ Auf der Einkaufsmeile Friedrichstraße könnten Bürgersteige verbreitert werden, und Parkbuchten in Längsrichtung könnten mehr Kunden anlocken.

Das stieß auf viel Widerspruch: „Da muss man Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen, sonst parken die Autos doch nur die Geschäfte zu“, meinte Anwohner Frank Slingerland. Andere Wünsche waren: Eine Allee auf der Elisabethstraße, die mit Radwegen zur grünen Achse bis zum Museum K 21 wird, mehr Grün, mehr Radwege, weniger Autoverkehr. Anwohner Mirko Radke fasste die Wünsche etlicher Anwohner zusammen: „Ich wünsche mir erstens Bäume, zweitens Bäume und drittens Bäume auf der Elisabethstraße - und dann erst Parkplätze.“ Dirk Jehle (SPD) mahnte schließlich, dass die Radwege zurzeit nur bis zum Bilker Bahnhof führen, „da muss auch eine Lösung her.“

Gerd Deihle (SPD Bezirksvertreter) fürchtet allerdings, „das im Diskussionsgetümmel um die Schadowstraße die Vorschläge für die Elisabeth- und Friedrichstraße untergehen werden“.

 
 

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