Nürnberg-Fans randalieren in Düsseldorf - 278 Festnahmen

Mehrere Hundert Fußballfans haben sich am Samstagabend nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf in der Düsseldorfer Altstadt eine Schlacht mit der Polizei geliefert.
Mehrere Hundert Fußballfans haben sich am Samstagabend nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf in der Düsseldorfer Altstadt eine Schlacht mit der Polizei geliefert.
Foto: Archiv/Lepke/WAZ FotoPool
Der Sieg im Abstiegskampf im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf hat in der Nacht zu Sonntag offenbar manchen Fußball-Anhängern des 1. FC Nürnberg nicht gereicht. Mehrere Hundert haben sich in der Nacht zu Sonntag in der Düsseldorfer Altstadt eine Schlacht mit der Polizei geliefert.

Düsseldorf. Sie hätten eigentlich beglückt nach Hause fahren können. Doch trotz des Siegs im Abstiegskampf gegen Fortuna Düsseldorf haben am späten Samstagabend mehrere Hundert Anhänger des 1. FC Nürnberg in der Düsseldorfer Altstadt randaliert.

Neun leicht verletzte Polizeibeamte, 278 festgenommene Schläger aus Nürnberg – von Fußball-Fans wollte nach diesem Gewaltexzess in der Nacht zu Sonntag bei der Polizei niemand sprechen. Bestenfalls von „Problemfans“. 500 davon, die meisten stark betrunken, wollten eigentlich auf den Nachtzug in die Heimat warten, der gegen 1 Uhr am Hauptbahnhof starten sollte. Daraus wurden Randale, zertrümmerte Kneipeneinrichtungen, gezielt angegriffene Polizeibeamte.

„Wir hatten zwei Hundertschaften Bereitschaftspolizei im Einsatz, rund 300 Beamte. Wenn das nicht mehr reicht, weiß ich es auch nicht...“, sagte Polizeisprecher Andreas Czogalla am Sonntag.

Randale war offenbar von langer Hand geplant

Wie auf ein Kommando sei es gegen 22.50 Uhr am Samstag auf der Bolkerstraße losgegangen: Gegenstände flogen gegen Polizeibeamte, die Fans setzten Tränengas gegen Beamte ein. Nicht umgekehrt. Die Hooligans aus Nürnberg zogen grölend durch mehrere Gaststätten und zertrümmerten das Mobiliar. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt, heißt es im Polizeibericht. Schläger wurden gezielt festgenommen, um ihre Personalien feststellen zu können.

Gegen 0.40 Uhr wurden Beamte erneut massiv angegriffen – berichtet die Polizei. Dieses Mal im Bereich Flinger Straße/Markstraße/Berger Straße. Wieder hätten sich die Beamten wehren müssen. Am Ende gab es 278 Festgenommene, die jetzt ein Strafverfahren am Hals haben und die laut Polizei bundesweit Stadionverbot bekommen sollten. Gegen vier mutmaßliche Schläger werde zusätzlich wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

 
 

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