Notschlafplätze für Studierende in Düsseldorf

Am 11.Oktober wurden die Erstsemester an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Hörsaal 3A begrüßt. Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool
Am 11.Oktober wurden die Erstsemester an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Hörsaal 3A begrüßt. Foto: Uwe Schaffmeister / WAZ Fotopool
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Düsseldorf.. An der Heinrich-Heine-Universtät haben sich 144 Studierende mehr als im Vorjahr eingeschrieben. Manche Studierende pendeln sieben Stunden täglich. Für Studierende, die keine Wohnung gefunden haben, bietet der ASta Notschlafplätze an.

Domenika Lebedeva kann aufatmen. Die 20-jährige Lettin hat einen Wohnheimplatz für Studenten in Bilk gefunden: „Ich habe mich vor einem halben Jahr beworben und direkt Glück gehabt“, strahlt die Erstsemesterin. Nun kann ihrem Wirtschaftsstudium nichts mehr im Wege stehen.

So einfach wie bei Domenika läuft es allerdings nicht bei allen Studienanfängern. Günstige Wohnungen sind gerade zum Start des Wintersemesters rar in der Landeshauptstadt. Die rund 3000 Plätze in den Wohnheimen des Studentenwerkes sind längst ausgebucht, die Wartelisten lang. Für Studierende, die keine Wohnung gefunden haben, bietet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) nun Notschlafplätze an.


Dauerbrenner WG

„Bei der Fachhochschule gibt es diesen Service schon seit 20 Jahren“, erklärt AStA-Vorsitzende Yasemin Akdemir. Der 23-Jährigen ist das Wohnungsproblem bekannt, darum setzt sie sich auch für die Heine-Studenten ein: „Es gibt Leute, die pendeln bis zu sieben Stunden am Tag, andere haben ihre Koffer in den Fachschaften untergestellt“, kritisiert sie.

Insgesamt 40 Plätze stehen Fachhochschule (FH) und Universitätsstudenten für den Notfall zur Verfügung. Ein Monat kostet 30 Euro Miete. „Die Erstsemester haben so die Möglichkeit vor Ort nach Wohnungen zu suchen.“

Im Moment nehmen sieben angehende Wissenschaftler den Service in Anspruch. „Der Vorteil ist, dass sich hier Studierende kennen lernen und gemeinsam eine Wohngemeinschaft (WG) gründen“, erläutert Akdemir. Dann werde die Miete günstiger, außerdem seien die Studenten nicht mehr auf sich allein gestellt.


Am liebsten ins Szene-Viertel Flingern

Insgesamt haben sich dieses Jahr 3716 Studierende für die Heinrich-Heine Universität entschieden. Das sind 144 Studenten mehr als im zuvor. Nicht alle wollen direkt in Düsseldorf eine neue Bleibe finden, da sie im Umfeld wohnen und pendeln. So wie Falk-Alexander Poschkamp. Der 20-jährige Mathematik-Student bleibt erstmal bei seinen Eltern in Kerken: „Das ist günstiger und außerdem weiß ich ja noch nicht, ob mir das Studium zusagt.“

Tobias Nebgen will hingegen unbedingt eine Wohnung im Szene-Viertel Flingern finden: „Da ist was los und ich bin nah an der Uni.“ Noch wohnt der künftige Medienwissenschaftler in einer WG in Solingen. Zusammen mit seinem Mitbewohner, der an der Uni-Klinik eine Stelle gefunden hat, sucht er jetzt nach einem geeigneten Domizil in Flingern. Bis dahin nimmt er aber noch den Zug: „Die Verbindungen sind gut.“

 
 

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