„Noch lange keine fahrradfreundliche Stadt“

Die Kampagne „Düsseldorf braucht Rad“ übergibt eine Mängelliste von mehr als 250 gefährliche Stellen für Radler in Düsseldorf.
Die Kampagne „Düsseldorf braucht Rad“ übergibt eine Mängelliste von mehr als 250 gefährliche Stellen für Radler in Düsseldorf.
Foto: WAZ
In den vergangenen Monaten haben die Biker über eine eigens eingerichtete Webseite mehr als 250 gefährliche, behindernde oder einfach skurrile Stellen für Radler in der Stadt genannt. Die „Karte des Grauens“ betitelt, wurde an den Vorsitzenden des Ordnungs- und Verkehrsausschusses übergeben.

Düsseldorf. „Wir haben gemerkt, dass Radfahren in Düsseldorf ein hochemotionales Thema ist“, sagt Annegret Ott, Kreisgeschäftsführerin der Grünen und eine der Initiatorinnen von „Düsseldorf braucht Rad“. In den vergangenen Monaten haben die Biker der NRW-Landeshauptstadt über eine eigens eingerichtete Webseite mehr als 250 gefährliche, behindernde oder einfach skurrile Stellen für Radler in der Stadt genannt. Diese Mängelliste, von den Kampagnen-Betreibern „Karte des Grauens“ betitelt, bekam am Dienstagnachmittag Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, vor dem Rathaus offiziell überreicht.

„Die Fotos und Beschreibungen der Radlerinnen und Radler zeigen, dass Düsseldorf noch lange keine fahrradfreundliche Stadt ist“, so Ott. „Jetzt ist es an der Stadt, die Hinweise und vielen konstruktiven Vorschläge aufzunehmen und umzusetzen.“

Das meist genannte Problem auf der „Karte des Grauens“: Es fehlen Radwege und Radstreifen. Gerade auf den Hauptrouten wie der Corneliusstraße oder auf der Graf-Adolf-Straße sei Radfahren quasi nicht möglich, weil viel zu gefährlich. „Das gilt für ältere Radler ebenso wie für junge Familien“, sagt Ott. „Die trauen sich mit ihren Anhängern gar nicht auf die Straße.“

Die Kampagne geht auch nach der Übergabe der Mängelliste weiter. Mehr Infos unter www.duesseldorf-braucht-rad.de.

 
 

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