Neuer Kölner Erzbischof Woelki war Praktikant in Düsseldorf

Im Kölner Dom wurde am Freitag bekannt gegeben, dass Rainer Maria Woelki Erzbischof und neuer Kardinal wird.
Im Kölner Dom wurde am Freitag bekannt gegeben, dass Rainer Maria Woelki Erzbischof und neuer Kardinal wird.
Foto: dpa
Rainer Maria Woelki wird neuer Erzbischof von Köln. Besonders groß darüber ist die Freude in Düsseldorf-Gerresheim. Etwas mehr als ein Jahr war er als junger Theologe in Düsseldorf tätig, startete hier seine theologische Karriere.

Düsseldorf.. Papst Franziskus hat am Freitag erwartungsgemäß den bisherigen Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki (57) zum Kardinal und Erzbischof von Köln ernannt, im Kölner Dom wurde sein Name offiziell bekannt gegeben. Besonders groß darüber ist die Freude in Düsseldorf-Gerresheim.

Denn Woelki, mit 57 Jahren weltweit der jüngste Kardinal, ist damit nicht nur als Erzbischof für Düsseldorf zuständig, er hat als Kölner auch Wurzeln in der Landeshauptstadt. Etwas mehr als ein Jahr war er als junger Theologe in Düsseldorf tätig, startete hier seine theologische Karriere.

Nach seinem Studium der Theologie und Philosophie in Bonn und Freiburg begann am 13. September 1983, es war ein Dienstag, das Pastoralpraktikum von Rainer Maria Woelki in Düsseldorf, um sich auf seinen Beruf als katholischer Geistlicher vorzubereiten. In der St. Katharina Kirche an der Katharinenstraße in Gerresheim an der Grenze zu Vennhausen wurde Woelki dann im August 1984 zum Diakon (Pfarrhelfer) ernannt.

Als solcher taufte er unter anderem Laura Heyer. „Als er damals für einen Hausbesuch zu uns gekommen ist, wirkte er sehr unsicher“, erinnert sich ihre Mutter Susanne nach 30 Jahren immer noch gut an Woelkis Besuch. „Bei der Taufe selbst musste allerdings alles genau nach Vorschrift laufen. Selbst die Taufmütze durfte Laura für die eigentliche Taufe nicht abgesetzt werden.“

Woelki war nach der Priesterweihe Kaplan in Neuss

Auch Pastor Karl-Heinz Sülzenfuß von der Gerresheimer Pfarrgemeinde St. Margareta, zu der die St. Katharina Kirche gehört, erinnert sich noch an den damaligen Diakon: „Damals war ich noch Kaplan in Köln und hatte natürlich beruflich viel mit dem Diakon und späteren Neusser Kaplan Woelki zu tun. Trotz seiner lockeren und fröhlichen Art, hat er seine Arbeit immer sehr gewissenhaft erledigt.“ Sülzenfuß weiter: „Man konnte im Laufe der Jahre wirklich sehen, dass er mit seinen Aufgaben gewachsen ist. Deswegen überrascht es mich nicht, dass er so einen guten Werdegang vorweisen kann.“

Nicht einmal ein Jahr nach dem Eintritt als Diakon erhielt Rainer Woelki am 14. Juni 1985 seine Priesterweihe. Seine Primiz, also seine erste Heilige Messe, feierte der frischgebackene Geistliche zwei Monate später in seiner Heimatstadt Köln und fing danach als Kaplan in Neuss an.

 
 

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