Neue Blitzer auf der A 46 in Düsseldorf knipsen 1500 Raser in nur zwei Tagen

Die neu installierte Blitzanlage auf der Fleher Brücke war in nur zwei Tagen bereits 1500 Mal im Einsatz.
Die neu installierte Blitzanlage auf der Fleher Brücke war in nur zwei Tagen bereits 1500 Mal im Einsatz.
Foto: Ingo Lammert / WAZ FotoPool
Die neue Blitzanlage auf der Fleher Brücke im Düsseldorfer Süden ist gerade mal ein paar Tage in Betrieb, und schon rekordverdächtig: In der kurzen Zeit fotografierten die beiden „Laser-Blitzer“ auf der Autobahn 46 1491 Mal Temposünder. Die Blitzer im Rheinufertunnel kommen maximal auf 200 Fotos an einem Tag.

Düsseldorf.. Insgesamt 40 Jahre lang hatte die Fleher Bürger-Initiative FB-I dafür gekämpft, nun gibt es auf der Fleher Brücke endlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 80. Denn die sollte den Lärm der Autos und der Lastwagen abmindern, die für ein dumpfes Donnern im benachbarten Stadtteil sorgte. Zudem wurden lärmdämmende Dehnungsfugen an der Brücke eingebaut.

Schließlich wurde für insgesamt 315.000 Euro auch eine Blitzanlage zur Tempoüberwachung installiert. Die ist jetzt gerade mal ein paar Tage in Betrieb, und schon rekordverdächtig: In der kurzen Zeit fotografierten die beiden „Laser-Blitzer“ 1491 Mal Temposünder auf dem Weg in die Stadt oder in Richtung Neuss. Die Blitzer im Rheinufertunnel kommen maximal auf 200 Fotos an einem Tag.

Spitzenreiter fuhr 160 statt erlaubter 80 km/h

Die neuen Anlagen an der A 46 über die Brücke arbeiten mit moderner Lasertechnik. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen werden digitale Fotos aufgenommen. Die werden mitsamt den Tempodaten direkt an das Ordnungsamt übertragen und dort kurzfristig ausgewertet.

Auf der Brücke raste in den vergangenen Tagen ein Fahrer fast doppelt so schnell wie erlaubt, wurde mit knapp 160 Stundenkilometern fotografiert. Ihn und alle anderen Raser erwarten jetzt Fahrverbote, Punkte in Flensburg und mindest ein Bußgeld.

Im September vorigen Jahres begannen die Bauarbeiten zum Lärmschutz an der Fleher Brücke. Land und Stadt hatten sich bei der Frage der Finanzierung des Lärmschutzes jahrelang den schwarzen Peter zugeschoben. Erst die Rot-Grüne Landesregierung machte den Weg frei. Die Kosten für alle Umbauten liegen bei rund neun Millionen Euro.

 
 

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